Vernetzt schleifen Die Grindinghub offenbarte die aktuellen Trends der Schleiftechnik

Quelle: VDW 3 min Lesedauer

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Die Grindinghub 2026 in Stuttgart zeigte laut Veranstalter VDW klar die Richtung der Schleiftechnik von morgen. Lesen Sie hier, was die Schleiftechnikwelt umtreibt ...

Die Grindinghub 2026 offenbarte in Stuttgart die aktuellen Trends in der Schleiftechnik. Wie der Veranstalter VDW registriert hat, blickt man auf ganzheitliche Optimierungsstrategien. Dr. Kaiser etwa präsentierte dieses modulare Abrichtsystem mit auswechselbarem Belag. Das war aber nicht alles ...(Bild:  VDW / U. Regenscheit)
Die Grindinghub 2026 offenbarte in Stuttgart die aktuellen Trends in der Schleiftechnik. Wie der Veranstalter VDW registriert hat, blickt man auf ganzheitliche Optimierungsstrategien. Dr. Kaiser etwa präsentierte dieses modulare Abrichtsystem mit auswechselbarem Belag. Das war aber nicht alles ...
(Bild: VDW / U. Regenscheit)

Rund 11.000 Besucher aus aller Welt informierten sich bei insgesamt 462 Ausstellern aus 28 Ländern über aktuelle Entwicklungen und technologische Innovationen der Schleiftechnik und nutzten die Messe für intensiven fachlichen Austausch. Statt einzelner Maschinen rückten ganzheitliche Prozessketten in den Mittelpunkt, die die Grindinghub 2026 demonstriert hat. Ergänzt werde das Ganze durch datenbasierte Qualitätssicherung und Methoden für den effizienteren Einsatz von Werkzeugen, Kühlschmierstoffen und Peripheriesystemen. Die hohe internationale Beteiligung mit einem Auslandsanteil von mehr als 50 Prozent verdeutlichte, dass die adressierten Themen nicht nur den deutschsprachigen Markt betreffen, sondern die Schleiftechnik weltweit prägen. Auch additive Fertigung (siehe Bildergalerie) und KI spielen dabei eine Rolle.

Die Welt der Schleiftechnik steht unter Druck

Damit bestätigte die Grindinghub ihre Rolle als zentrale internationale Plattform für Schleiftechnik, Oberflächen-Feinstbearbeitung, Werkzeugschleifen, Messtechnik, Automatisierung und digitale Prozesse, entlang der kompletten schleiftechnischen Prozesskette. Gleichzeitig spiegelte die Messe wider, dass die Branche aktuell auch leider unter Druck steht. Sie kämpfe mit rückläufiger Produktion, schwächeren Exporten, steigenden Energie- und Materialkosten sowie mit volatile gewordenen Absatzmärkten. Vor allem deshalb stand die Grindinghub 2026 weniger im Zeichen isolierter Einzelmaschinen sondern wesentlich stärker unter der Flagge produktiverer, robusterer Prozessketten, bei denen Sensorik, Messdaten und eine digitale Rückkopplung zur Prozessüberwachung und Qualitätssicherung genutzt werden.

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Der Schleifprozess wird ganzheitlicher betrachtet

Im Vergleich zur Grindinghub 2024 ließe sich laut VDW auch eine erkennbare Verschiebung feststellen. Denn während die frühere Ausgabe der Messe bereits Automatisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Kühlschmierstoff-Führung und neue Schleifwerkzeug-Konzepte als zentrale Themen spielte, rückte 2026 der systemische Charakter des Schleifprozesses noch stärker in den Vordergrund. Schleifen wird folglich primär nicht mehr als Einzeloperation betrachtet sondern als vernetzter Prozess aus Maschine, Werkzeug, Sensorik, Messtechnik, Datenmanagement, Automatisierung und Service, wie der Veranstalter registriert. Viele Neuheiten zielten 2026 deshalb nicht darauf ab, nur einzelne Prozessparameter zu verbessern. Prozessstabilität, Bedienerentlastung, Rückverfolgbarkeit, Energieeffizienz und Qualitätssicherung hießen die neuen Schwerpunkte. Das zeigte sich besonders anhand integrierter Mess- und Kompensationssysteme, datenbasierter Spindel- und Maschinenzustandsmodelle, automatisierter Abricht- und Werkzeugfertigungs-Zellen sowie durch neuen Werkzeugkonzepte, die bei kontrollierter thermischer Belastung mehr Material abtragen können.

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