Proteste in Sicht Sparkurs bei Mercedes-Benz will IG Metall nicht hinnehmen

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Die IG Metall ruft die Beschäftigten von Mercedes-Benz im Südwesten zu Protesten gegen die Verschärfung des Sparkurses des Autoherstellers auf, wie es jetzt heißt ...

Protestaufrufe! Die Lage bei Mercedes-Benz wird seit Jahren immer brisanter. Deshalb soll im Rahmen des Sparprogramms Next Level Performance die Leistung gesteigert werden, ohne teurer zu werden. Das drückt aufs Gehalt der Belegschaft ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Protestaufrufe! Die Lage bei Mercedes-Benz wird seit Jahren immer brisanter. Deshalb soll im Rahmen des Sparprogramms Next Level Performance die Leistung gesteigert werden, ohne teurer zu werden. Das drückt aufs Gehalt der Belegschaft ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Demnach finden schon an diesem Freitag Kundgebungen an den Standorten Sindelfingen und Untertürkheim

(Stuttgart) statt, mit denen gegen die harten Sparkurs angegangen werden soll. Zudem soll es eine nicht öffentliche, digitale Kundgebung geben. Aus Sicht der Gewerkschaft richten sich diese Maßnahmen der Mercedes-Benz-Entscheider einseitig gegen die Beschäftigten und stellen zentrale tarifliche Errungenschaften in infrage. In einem Schreiben an die Belegschaft in Deutschland informierte der Vorstand Ende vergangener Woche nämlich, dass man weiterhin mit Hochdruck die Kosten senken muss, um bei den Preisen für die Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz aller vorherigen Anstrengung sei die Situation heute in Deutschland dramatischer denn je. Etwa 90.000 der rund 108.000 Mitarbeiter in Deutschland erhalten demnach – nicht wie erwartet – im Juli eine tarifliche Sonderzahlung.

Mercedes-Benz kämpft mit Umsatzproblemen und muss sparen

Diese werde auf das kommende Jahr verschoben. Diese beträgt 18,4 Prozent vom regelmäßigen individuellen Monatsentgelt. In Betrieben in wirtschaftlichen Krisen kann die Sonderzahlung verschoben oder ausgesetzt werden, gibt auch die IG Metall zu. Aus der Chefetage hieß es weiter, dass man die Prozesse radikal beschleunigen und gewachsene Strukturen verschlanken muss. Die Arbeitsstunde müsse günstiger werden. Der direkteste und fairste Weg sei es, in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr zu arbeiten. Mit der Arbeitnehmervertretung will man in den nächsten Wochen und Monaten darüber sprechen, wie man die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in Deutschland sichern kann. Mercedes hat seit längerem mit Rückschlägen zu kämpfen. Im ersten Quartal dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem es schon 2024 schlechter gelaufen war.

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