Über 1.000 Jobs bedroht Betriebsende für Bohai und Schlote-Gruppe wohl unvermeidlich

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Die Automobilzulieferindustrie im Harz muss gleich einen Doppelschlag verkraften! Denn sowohl beim Gießereispezialisten Bohai als auch bei der Schlote-Gruppe droht das Aus ...

Der Harz wird in diesen Tagen arg gebeutelt, denn den beiden schon insolventen Unternehmen Schlote-Gruppe und Bohai droht aller Wahrscheinlichkeit nach das Ende der Produktion ...(Bild:  J. Berckers)
Der Harz wird in diesen Tagen arg gebeutelt, denn den beiden schon insolventen Unternehmen Schlote-Gruppe und Bohai droht aller Wahrscheinlichkeit nach das Ende der Produktion ...
(Bild: J. Berckers)

Insgesamt sind aufgrund der Entwicklung in den insolventen Betrieben Bohai und Schlote über 1.000 direkte Arbeitsplätze unter anderem an den Standorten in Harzgerode und Wernigerode gefährdet, wie die dpa meldet. Und mehrere Hundert Stellen könnten noch hinzukommen, weil sie indirekt mit den Unternehmen verbunden seien. Zwar sei mit drei potenziellen Interessenten über eine Übernahme von Bohai verhandelt worden, doch es gebe bis jetzt keine Einigung. Und das, obwohl das Land Sachsen-Anhalt, die Stadt Harzgerode und weitere Institutionen verbindliche Unterstützung für die Zukunft erklärt haben, wie der Insolvenzverwalter anmerkt. Ende vergangener Woche hat dann der Hauptauftraggeber mitgeteilt, dass wesentliche – bisher in Harzgerode und dem thüringischen Sömmerda gefertigte Teile – ab Herbst verlagert werden. Und ohne diese Arbeit seien beide Standorte nicht überlebensfähig. Eine endgültige Entscheidung müssen die vier Gläubigerausschüsse vermutlich schon Ende der kommenden Woche treffen. Bei Bohai arbeiten knapp 700 Beschäftigte. Von dem Aus sind demnach aber auch weitere 650 Arbeitsplätze bei Unternehmen in der Region betroffen, die wirtschaftlich mit Bohai verbunden sind.

Schlote-Werk an der Havel beendet im Herbst die Produktion

Und auch bei der insolventen Schlote-Gruppe sollen die Kunden dem Insolvenzverwalter mitgeteilt haben, dass sie die dort beauftragten Autoteile künftig von anderen Lieferanten beziehen wollen. Von dieser Entscheidung sind rund 330 Beschäftigte in den Werken von GAW Wernigerode, Schlote Harzgerode und Schlote Brandenburg betroffen. Die Fortführung des Betriebs sei von den Kunden und Auftraggebern sowohl bei Schlote als auch bei Bohai mit 2-stelligen Millionenbeträgen unterstützt worden, wodurch man etwa ein Jahr versuchte, das Schlimmste zu verhindern und die Rettung zu verhandeln. Auch bei der Schlote-Gruppe muss aber der Gläubigerausschuss noch zustimmen. Im Werk in Brandenburg an der Havel laufe die Produktion bereits aus. Das Werk werde voraussichtlich im Herbst geschlossen.

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