Zulieferer Borscheid + Wenig stellt Insolvenzantrag

Von Andreas Wehner

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Der Zulieferer Borscheid + Wenig mit Sitz in Diedorf bei Augsburg ist in Schieflage. Ein Insolvenzverfahren soll das Familienunternehmen wieder auf Kurs bringen. Die Produktion läuft normal weiter.

(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das Unternehmen Borscheid + Wenig mit Sitz in Diedorf bei Augsburg ist in Schieflage geraten und will sich mithilfe eines Insolvenzverfahrens sanieren. Die Geschäftsführung des Zulieferers habe einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Augsburg gestellt, wie der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Joachim Exner von der Kanzlei Dr. Beck und Partner jetzt mitteilte.

Borscheid + Wenig beliefert verschiedene deutsche Automobilhersteller mit Kunststoffteilen. Nachdem bereits die Corona-Pandemie und die Halbleiterkrise dem Familienunternehmen zu schaffen machte, führten die steigenden Energie- und Rohstoffkosten infolge des Ukraine-Kriegs zu diesem Schritt.

Sanierungsexperte Exner sieht jedoch gute Chancen für den Erhalt des Unternehmens, das zuletzt mit rund 300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 33 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Der Geschäftsbetrieb laufe auch im vorläufigen Insolvenzverfahren normal weiter. Alle Aufträge würden wie geplant ausgeführt. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind bis Ende September 2022 über das Insolvenzgeld gesichert.

Die Mitarbeiter sind nach Angaben der Geschäftsführung über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte unterrichtet worden. Sie unterstützten den Sanierungskurs, heißt es in der Mitteilung. Auch Gesprächen mit Lieferanten und Kunden seien positiv verlaufen.

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