Hydraulik Bosch Rexroth stattet Bolschoi-Theater mit flexibler Bühnentechnik aus

Redakteur: Jürgen Schreier

Nach sechs Jahren aufwändiger Restaurierung feiert Moskau im Herbst 2011 die Wiedereröffnung seines weltberühmten Bolschoi-Theaters. Als Generalunternehmer für die leistungsfähige und flexible Bühnentechnik hat die Bosch Rexroth AG, Lohr am Main, mehr als 600 elektrische und hydraulische Antriebe sowie die Bühnenleittechnik für die Ober- und Untermaschinerie projektiert, installiert und in Betrieb genommen.

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Nach sechs Jahren sorgfältiger Restaurierung erstrahlt der Zuschauerraum wieder im alten Glanz. (Bild: Bosch Rexroth)
Nach sechs Jahren sorgfältiger Restaurierung erstrahlt der Zuschauerraum wieder im alten Glanz. (Bild: Bosch Rexroth)

Zeitgleich mit der Eröffnung nimmt das zum Weltkulturerbe erklärte Bolschoi-Theater seinen Spielbetrieb wieder auf. Hinter der vollständig erhaltenen historischen Fassade von 1825 finden Theaterfreunde nun eine ausgeklügelte und hoch moderne Bühnentechnik.

Weil die Außenmaße des Gebäudes beim Umbau unverändert bleiben mussten, wurde der Bühnenbereich vollständig entkernt und für die Bühnentechnik neuer Raum geschaffen. So ist zum Beispiel die Bühnengrube, in der die großen Bühnenpodien fahren, nun mehr als 20 m tief.

Die Hydraulik ist im Zuschauerraum nicht zu hören

Die sieben großen Bühnenpodien beeindrucken schon bevor sich der Vorhang zur ersten Vorstellung hebt: Jedes Podium hat zwei Ebenen und ist 22 m lang, 3 m breit und 10 m hoch. Das Eigengewicht jedes Podiums liegt bei rund 80 t. Hydraulische Antriebe bewegen sie ruckfrei mit bis zu 0,7 m/s über einen Hub von 16 m auf- und abwärts. Und von all dem ist im Zuschauerraum nichts zu hören: Das Hydraulikaggregat ist nicht nur sehr leise, Rexroth hat es zusätzlich in maximaler Entfernung zum Publikum am niedrigsten Punkt des Kellers platziert.

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