Personalentwicklung

Brachliegendes Mitarbeiterpotenzial entdecken und ausschöpfen

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Personal- und Feedbackgespräche greifen aber zu kurz, denn sie dienen dazu, individuelle Kompetenzen und Fähigkeiten zu identifizieren. Mitarbeiter können ihre Fähigkeiten jedoch nur dann voll entfalten, wenn sie in optimal zusammengesetzten Teams, reibungslosen Prozessen sowie einer abteilungsübergreifenden Personalstrategie gefördert werden.

Ein erfolgversprechender Ansatz erfordert deshalb nicht nur die Beteiligung von Top-Management, Personalabteilung und Linie, sondern auch bereichsübergreifende Instrumente. Tatsächlich funktioniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit bereits ganz gut, wenn es um die gezielte Weiterentwicklung von neu entdeckten Leistungsreserven geht. Dabei ist das Engagement von Unternehmensbereichen und zentraler Personalabteilung nahezu ausgeglichen. In kleinen Produktionsbetrieben (bis 500 Mitarbeiter) beteiligt sich die Geschäftsführung beispielsweise auffallend oft an der Potenzialentwicklung, wie 66% der Befragten angeben. Aber auch dort sollten die Verantwortlichen künftig darauf achten, die Linie in die Potenzialidentifizierung einzubinden.

Zielgerichtete Qualifizierungsmaßnahmen und konsequente interne Kommunikationspolitik werden präferiert

Momentan sehen die befragten Personal- und Linienmanager vor allem in zielgerichteten Qualifizierungsmaßnahmen und einer konsequenten internen Kommunikationspolitik ideale Wege, um bessere Ergebnisse bei der Potenzialförderung zu erzielen. Zudem spielt die Arbeitszeitorganisation eine bedeutende Rolle (Bild 2). 87% der Personal- und Linienmanager nennen den bedarfsorientierten Personaleinsatz als eines der wichtigsten Instrumente. Bei den Produktionsbetrieben steht der bedarfsorientierte Mitarbeitereinsatz als Werkzeug in 94% der Unternehmen an erster Stelle.

Eine Grundvoraussetzung für bedarfsorientierten Personaleinsatz sind flexible Arbeitszeitmodelle. Entsprechend hoch ist auch deren Bedeutung für die Produktivitätssteigerung. In der Produktion halten 84% der Personal- und Linienmanager die Flexibilisierung der Arbeitszeiten für das Mittel der Wahl, um mit der bestehenden Belegschaft noch schlagkräftiger zu werden.

Denn damit lassen sich teuere Leerlaufzeiten und Überstunden reduzieren und Normalarbeitszeiten maximieren. Kündigungen werden vermieden, wertvolles Know-how bleibt dem Unternehmen erhalten. Wie erfolgreich effizientes Arbeitszeitmanagement gerade in der Just-in-Time-Produktion ist, zeigt ein Beispiel aus der Praxis. Der österreichische Büroausstatter Bene garantiert die punktgenaue Einhaltung der Lieferzeit und verzichtet dabei völlig auf Fertigwarenlager. Jedes Stück wird direkt in den Transportcontainer produziert. Präzision in der Logistik und Flexibilität bei den Arbeitszeiten sind dabei gefragt.

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