Personalentwicklung

Brachliegendes Mitarbeiterpotenzial entdecken und ausschöpfen

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Den richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz einsetzen

Für die rund 400 Mitarbeiter in Produktion und Logistik bedeutet das: hochflexible Arbeitszeiten und Zweischichtbetrieb. Die Produktionsmitarbeiter geben ihre An- und Abwesenheitszeiten sowie ihre Urlaubstage in ein BDE-System ein und kontieren sie entsprechend. Alle Personaldaten laufen auf einem integrierten System für Arbeitszeitmanagement zusammen. Das Unternehmen sieht dieses System als Instrument zur effizienteren Verwaltung der Arbeitszeiten sowie als Führungsinstrument. Denn die Zeitverantwortlichen können während des laufenden Monats Kontierungsübersichten und auftragsbezogene Auswertungen analysieren. So entwickeln sie mehr Bewusstsein für Arbeitszeiten und mehr Verantwortung für die Produktivität ihres Teams.

Um den bedarfsorientierten Personaleinsatz auf Basis von Arbeitszeitkonten im Unternehmensalltag realisieren zu können, sind spezielle IT-Systeme erforderlich. In den befragten Produktionsunternehmen haben 89% ein entsprechendes System im Einsatz. Gleichzeitig planen vor allem die befragten Führungskräfte in der Produktion weitere Investitionen in die IT: Ein Viertel möchte in Lösungen zur Personaleinsatzplanung investieren, rund jeder Fünfte außerdem in Systeme für Wissens- und/oder Qualifikationsmanagement. IT-Systeme tragen zu einer optimalen Potenzialförderung bei, wenn mit ihrer Hilfe der richtige Mitarbeiter mit den richtigen Qualifikationen zur richtigen Zeit auf dem richtigen Arbeitsplatz eingesetzt wird.

Auch wenn die meisten Firmen mit ihren Arbeitszeitkonzepten an den richtigen Stellen ansetzen, ist die Einbindung von Mitarbeitergruppen, die nicht in Vollzeit zur Verfügung stehen, noch ein Problem. So sehen weniger als die Hälfte der befragten Personal- und Linienmanager beispielsweise in Regelungen für ältere Mitarbeiter oder berufstätige Eltern einen Nutzen für das Unternehmen. In den befragten Produktionsbetrieben spielen Arbeitszeitmodelle für ältere Mitarbeiter wesentlich häufiger eine wichtige Rolle als in den anderen Unternehmen. Jedoch könnten auch Produktionsbetriebe mit Hilfe von Elternzeit-Modellen weitere Arbeitszeit-Diamanten fördern.

Elke Jäger ist Marketingleiterin bei der Atoss Software AG in München, Dr. Peter Littig Direktor Bildungspolitik/-strategie bei der Dekra Akademie GmbH in Stuttgart.

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