Bekum

Brillante Flaschen und clevere Ideen zum Material- und Kostensparen

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Rezyklat in der Mittelschicht

PCR in die Mittelschicht einzubringen, ist der zweite Königsweg zum Kostensenken. Für eine reibungslose und effiziente Produktion von Mehrschichtsystemen biete sich die Tri-Extrusions-Technik von Bekum an. Sie bietet die Möglichkeit, die günstigen, aber verschiedenartigen recycelten Polymere und deren unterschiedliche rheologische Eigenschaften zu beherrschen. Die Rezyklate werden dabei zwischen Materialschichten aus Neumaterial eingearbeitet, heißt es. Diese Anwendungsoption sei im Rahmen der Produkteinführung der neuen elektrischen Blasformmaschine Eblow 37 auf der K 2016 dem Fachpublikum vorgestellt worden. Gezeigt wurde die Herstellung eines dreischichtigen 20-l-Kanisters mithilfe einer kombinierten Materialschichtenverteilung aus Kreide und PCR, erklärt Bekum. Die Produktionsparameter laute in Zahlen: Ausbringung von 240 20-l-Kanistern/h (918 g Nettogewicht, 1,188 kg Bruttogewicht) bei 23 % Butzenabfällen. Die Einsparungspotenziale für Verpackungshersteller seien enorm: Die bei der Produktion entstehenden Butzenabfälle werden zu 100 % wieder in die Produktion zurückgeführt und verarbeitet. Zudem könnten 20 % HPDE-Neuware durch die kostengünstige Kombination mit Kreide ersetzt werden. Auch beim Einfärben könne man Vorteile ausschöpfen: Der Anteil der Farbpigmente von 2 % bei einschichtiger Ausführung kann auf 0,5 % abgesenkt werden, wie Bekum betont. Die kostenintensiven Farbpigmente (Masterbatches) seien so nur noch in die Außenschichten einzubringen. Der nicht sichtbare Kern müsse nicht mehr eingefärbt werden.

Neuer Verteilerkopf erhöht Extrusionsqualität

Die besonderen Wendelverteilerblasköpfe zeichnen sich laut Bekumdurch eine sehr gute, gleichmäßige Wanddickenverteilung im Schlauchquerschnitt und im Endartikel aus. So sollen sich für Verpackungshersteller Chancen zur Optimierung der einschichtigen Schlauchqualität ergeben. Die Wendelverteilerblasköpfe von Bekum könnten aber noch mehr, wenn es um Artikel mit mehrschichtigem Aufbau gehe. Dabei müssten die Hersteller von Verpackungsartikeln nicht auf Bedienerfreundlichkeit verzichten: Die Köpfe können durch den Bediener bequem von der Frontseite der Maschine aus eingestellt werden, wie Bekum beschreibt. Das Kopfdesign ermögliche schnellere Farbwechselzeiten als andere Konstruktionsprinzipien. Eine deutliche Steigerung der Maschinenproduktivität ist für den Verpackungshersteller die Folge. Auch der Verbrauch von Wechselmaterial beim Sauberfahren des Systems könne mit dem Wendelverteilerblaskopf auf ein Minimum reduziert werden. Die kompakte Bauweise der Wendelverteilerköpfe zählt nach Ansicht von Bekum zu den weiteren Vorteilen. Denn durch die reduzierten Oberflächen werde der Energiebedarf zum Aufheizen deutlich verringert. In Summe böten die Hightech-Wendelverteilerblasköpfe den Verpackungsherstellern interessante Möglichkeiten zur Qualitätssteigerung ihrer Artikel, die Einsparung von Zeit und Kosten im Produktionsbetrieb sowie eine generelle Verbesserung der Wertschöpfung. MM

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