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In der spanenden Bearbeitung kommen so gut wie alle Verfahren vom Fräsen und Bohren über das Drehen bis zum Schleifen zum Einsatz, wobei die Fräs- und Drehbearbeitung überwiegt.
Komplettbearbeitung erfolgt im Pendelbetrieb
Der Maschinenpark in Oelde umfasst außer dem neuen Fahrständer-Bearbeitungszentrum von Axa mehrere Fräs- und Drehfräszentren von Gildemeister und Index, die normalerweise im Dreischichtbetrieb laufen. Um sie optimal auszulasten, fertigt Haver & Boecker im Lohnauftrag Antriebswellen und andere Komponenten für Firmen in der näheren Umgebung, was auch die CAD-technische Aufbereitung der zu fertigenden Teile und die CAM-Programmierung einschließt.
Die Anschaffung des Bearbeitungszentrums für die Langbett- und Pendelbearbeitung von Axa war eine Ersatzinvestition für eine 19 Jahre alte Vertikalmaschine, die zwar schon den Pendelbetrieb zuließ, aber von den Bearbeitungsmöglichkeiten nicht mehr dem Stand der Technik entsprach. Für die Wellenfertigung musste immer die Zwischenwand ausgebaut werden, was das Pendeln einschränkte und Stillstandszeiten zur Folge hatte. Die Axa empfahl sich als Alternative durch ihr modulares Maschinenkonzept und die Bereitschaft des Herstellers, sie hinsichtlich der zu verwendenden Nullpunktspannsysteme und der zu bearbeitenden Werkstücke an die Anforderungen von Haver & Boecker anzupassen.
Bearbeitungszentrum mit minimierten Rüstzeiten
Das neue Bearbeitungszentrum ist von den Dimensionen her so ausgelegt, dass man mit dem NC-Schwenkkopf links die bis zu 4 m langen Wellen vertikal und stirnseitig bearbeiten und im Pendelbetrieb auf dem Rundtisch mit Torqueantrieb im rechten Bearbeitungsraum komplexe Serienteile fräsen und drehen kann (Bild 1 – siehe Bildergalerie).
Das Magazin bietet Platz für 150 SK50-Fräser und 36 Drehwerkzeuge und lässt sich zudem abkoppeln und parallel zur Laufzeit umrüsten. Denn bei Haver & Boecker ist alles auf die Minimierung der Rüstzeiten ausgelegt. Mit der neuen Axa können komplexe Teile im Pendelbetrieb komplett bearbeitet werden, was die Durchlaufzeiten reduziert und die Qualität verbessert.
CAM-System unterstützt Drehbearbeitung
Die Minimierung der Rüstzeiten spielt für die Fertigung eine wichtige Rolle, weil sie viele verschiedene Bauteile in kleinen Losgrößen zu bearbeiten hat. Voraussetzung dafür sind zuverlässige NC-Programme. Das Unternehmen benötigt deshalb ein CAM-System, mit dem sich die Bearbeitung in der Maschinenumgebung mit der Spannsituation und dem eingesetzten Werkzeug schon am Rechner simulieren lässt, denn die Maschinen müssen in einer Schicht oft fünf- oder sechsmal umgerüstet werden.
Wenn dann Programmierfehler auftreten, wird Zeit verloren. Um möglichst schnell auf die Maschine zu kommen, sollten im CAM-System alle Konturen und das im Unternehmen verwendete Nullpunktspannsystem exakt abgebildet werden.
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