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Composites im Maschinenbau

CFK-Hydraulikzylinder machen Systeme leichter

| Autor/ Redakteur: Nicola Hardege / Peter Königsreuther

Carbonfaserverstärkte Komponenten zu nutzen, ist keine Domäne des Flugzeug- und Fahrzeugbaus mehr. Auch Maschinenbauer suchen verstärkt nach Leichtbauteilen. CFK-Hydraulikzylinder in Zugankerbauweise können ihren Beitrag dazu leisten.

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Hannifins leichtgewichtige Lightraulics-CFK-Zylinder sorgen für den effizienteren Einsatz dieser Unterwasser-Bohreinrichtung. Die bestehende C-Serie wurde nun durch die T-Modelle in Zugankerbauweise ergänzt.
Hannifins leichtgewichtige Lightraulics-CFK-Zylinder sorgen für den effizienteren Einsatz dieser Unterwasser-Bohreinrichtung. Die bestehende C-Serie wurde nun durch die T-Modelle in Zugankerbauweise ergänzt.
(Bild: Parker-Hannifin)

Parker Hannifin, der weltweit führende Hersteller in Sachen Antriebs- und Steuerungstechnologie, präsentierte letztes Jahr auf der Hannover-Messe erstmals seine neuartigen Lightraulics-T-Serien-Hydraulikzylinder. Diese Variante mit Compositekomponente ist in Zugankerbauweise ausgeführt und punktet im Vergleich zu den herkömmlichen Stahl-Zugankervarianten wegen ihres komplett aus Composite gefertigten Zylinderrohrs durch deutliche Gewichtsvorteile.

Zwanzig Jahre Leichtbau-Kompetenz

Nachdem das Unternehmen mit der Lightraulics-C-Serie bereits den weltweit ersten 380-bar-Hydraulikzylinder mit reinem Compositerohr entwickelt hat, hat das Unternehmen mit dieser jüngsten Lightraulics-T-Serie sein umfangreiches Portfolio an Leichtbauprodukten erweitern können.

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Parker bietet nun Compositehydraulikzylinder mit Kolbendurchmessern von maximal 200 mm und einem Höchstbetriebsdruck bis 380 bar in Serie an. Die Modelle können sowohl in Rund- als auch in Zugankerbauweise geliefert werden.

Parker nutzt bereits seit 20 Jahren Leichtbau-Verbundwerkstoffe zur Entwicklung spezieller Hydraulikzylinder in unterschiedlicher Bauweise. Zum einen besitzen Faserverbundwerkstoffe im Verhältnis zu ihrem Gewicht eine außergewöhnliche Festigkeit und besondere Steifigkeit, zum anderen haben sie im Vergleich zu Metallkomponenten ein überlegenes Ermüdungsverhalten und führen eine sehr gute Korrosionsfestigkeit ins Feld.

Durch die Optimierung von Design, genutzter Fertigungstechnik und Materialverbrauch bringt ein aus Carbonfaser-Verbundwerkstoffen und leistungsstarken Leichtbaulegierungen hergestellter Lightraulics-Zylinder von Parker im Idealfall rund 60 % weniger Gewicht auf die Waage als ein vergleichbarer Metallhydraulikzylinder. Und auch im Hinblick auf die gängigen Leichtbau-Hydraulikzylinder überzeugen die Lightraulics-Zylinder mit einer geringeren Masse, weil Parkers spezielle Leichtbauexpertise kein metallisches Innenrohr zur Aufnahme der im Betrieb wirksamen Belastungen benötigt. Der durch den Einsatz eines reinen Compositerohrs erreichbare Gewichtsvorteil ist in vielen Anwendungen ein entscheidender Erfolgsfaktor.

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