Zerspanung

CFK-Klassifizierung hilft bei der Werkzeugauswahl

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Der Wechsel von Aluminium und Stahl zu Composite-Werkstoffen wie CFK bedeutet sicherlich einen gewissen Rückgang der Zerspanungsleistung. Jedoch stellt CFK die Zerspanungstechnik vor andere Herausforderungen. Sicher ist, dass es bei Composite-Werkstoffen immer einen Anteil an mechanischer Bearbeitung geben wird, beispielsweise im Bereich der Anschluss- und Fügestellen. Das wurde beispielsweise im vergangenen Jahr auf der Fachtagung Carbon Composites deutlich. DieFachtagung Carbon Composites 2012 findet am 22. November in Augsburg statt.

Werkzeughersteller profitieren (eher ungewollt) von den standzeitreduzierenden CFK-Eigenschaften

Momentan profitieren die Werkzeughersteller – eher ungewollt – von den „werkzeugfressenden“ und somit standzeitreduzierenden CFK-Eigenschaften. Ein Grund dafür liegt darin, dass Neuentwicklungen in der Luftfahrttechnik aus Sicherheitsgründen eine lange Erprobungs- und Vorlaufzeit benötigen. Hat sich die Luft- und Raumfahrttechnik mehr oder weniger mit der relativ kurzen Lebensdauer von Zerspanwerkzeugen abgefunden, wird die Automobilindustrie ganz anders agieren.

Fällt der Startschuss für die Serienfertigung von Automobilen mit signifikantem CFK-Anteil, ist von einer sehr dynamischen Entwicklungs- und Umsetzungsphase bei Zerspanwerkzeugen auszugehen. Im Vergleich zur Luftfahrttechnik wird die Automobilindustrie einen anderen Weg einschlagen. Sie will möglichst kostengünstige Bauteile. Die Bauteilqualität in automatisierten Fertigungszellen muss reproduzierbar sein.

Viele Kundenprojekte erfolgreich abgeschlossen

Der Werkzeughersteller Kennametal ist dafür gut gerüstet. Eine jahrelange Zusammenarbeit mit der Luftfahrtindustrie hat die Sinne für die Herausforderungen im Bereich Composites geschärft. Inzwischen wurden viele Kundenprojekte erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund der großen Erfahrung im CFK-Bereich rücken nicht nur die bekannten Risiken und Schwächen wie Delaminierung (Ausriss oder Zerstörung der Fasermatrix) und zu kurze Standzeiten bei Kennametal in den Fokus, sondern auch grundsätzlichere Themen. Ein sehr wichtiges Feld ist dabei die Klassifizierung von CFK-Materialien. Wichtig deshalb, um bei der Diskussion mit den Kunden zumindest den gleichen Denkansatz zu haben.

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