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Oberflächentechnik Coatinc Becker baut neues Werk in Saarlouis

| Redakteur: Jürgen Schreier

Coatinc Becker gilt als einer der traditionsreichsten Standorte der The Coatinc Company (TCC). Nun gibt es Zuwachs. Auf dem Industriegelände „Lisdorfer Berg“ in Saarlouis macht die TCC derzeit Nägel mit Köpfen und baut neu. Am 25. August 2015 gab es den feierlichen Spatenstich.

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Oberbürgermeister Roland Henz (l.) und Hans-Georg Alff, Geschäftsführer von Coatinc Becker in Saarlouis.
Oberbürgermeister Roland Henz (l.) und Hans-Georg Alff, Geschäftsführer von Coatinc Becker in Saarlouis.
(Stefan Müller, Identitätsverstärker, Köln)

Nicht nur geografisch gesehen ist der Umzug auf den aufblühenden Industriepark sinnvoll. Es wird nun möglich, durch zukunftsgerichtete Technik und moderne Arbeitsbedingungen die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Im neuen Werk wird dann nicht nur feuerverzinkt, sondern auch pulverbeschichtet werden. Zwei Verfahren, die einander ergänzen. Somit können die Bauteile demnächst unter einem Dach veredelt werden. Der Betriebsbeginn der Anlage ist für das erste Halbjahr 2016 geplant.

„Macher und Schaffer“ im Saarland

Die ersten Spatenstiche vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Presse wurden vorgenommen durch den Geschäftsführer von Coatinc Becker, Hans-Georg Alff, dem Geschäftsführenden Gesellschafter von The Coatinc Company Holding, Paul Niederstein, Staatssekretär Roland Kremer, Oberbürgermeister Roland Henz, Baudezernent Günter Melchior, seinem Amtsvorgänger Manfred Heyer und Projektleiter Andreas Schulte vor. Alff hatte im Rahmen der Feierlichkeiten das Projekt als „Erweiterungsmaßnahme“ bezeichnet. Ein Fingerzeig der TCC, die im vergangenen Jahr mit über 1000 Mitarbeitern in 19 Tochtergesellschaften international einen Umsatz von rund 140 Mio. Euro generierte, Beteiligungen außen vorgelassen.

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„Es macht mich persönlich sehr stolz, dass wir an diesem historischen Tag heute gemeinsam mit so vielen Menschen zugegen sind. Ein alteingesessenes Saarlouiser Unternehmen, gegründet 1883, startet an diesem Tag in eine erfolgversprechende Zukunft. 2008 begannen die Gespräche über die geplante Baumaßnahme, 2014 fand der Grundstückskauf statt und dann ging aufgrund vielfältiger Unterstützung alles recht schnell“, so Hans-Georg Alff, der sich anschließend herzlich bei allen Beteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankte und ein wenig stolz auf die Vernetzung in der Region Saar-Lor-Lux ist.

Auch OB Henz hatte lobende Worte für die „Macher und Schaffer“ im Saarland übrig. Er nannte sie Teil der „Tradition der rauchenden Schlote der Stahlindustrie und des Bergbaus im Saarland“ und hieß das Projekt willkommen. „Hier auf dem Lisdorfer Berg seid ihr gut aufgehoben. Wir freuen uns, dass ihr da seid.“

Altes Werk bekommt Nassbeschichtungslinie mit Durchlaufstrahl- und Handstrahlanlage

Der Neubau bedeutet nicht, dass die alten Gebäude in Fraulautern außer Betrieb genommen werden. Die bisherige Verzinkerei wird von der TCC zukünftig für ein weiteres Verfahren genutzt. Neben qualifiziertem, professionellem Anarbeitungsservice wird dort eine teilautomatische Nassbeschichtungslinie mit Durchlaufstrahl- und Handstrahlanlage (Strahlkammer) betrieben werden. Das Ganze ist für die zweite Jahreshälfte 2017 geplant. Zudem wird in den Bereich „Intelligent Logistics“ investiert, sowohl auf interner als auch externer Basis. Dies beinhaltet verkürzte Umschlags- und Durchlaufzeiten, was die Effizienz deutlich steigert. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in DV-gestützte, papierlose Organisation auf Basis von SAP und NGS mit Durchgängigkeiten bis zum Kunden, Lieferanten und anderen Logistikpartnern.

Ein Ausbau von Coatinc Becker ist auch länderübergreifend von Bedeutung. Saarlouis ist ein strategisch wichtiger Standort, der den deutschen Stahlmarkt mit den Märkten Frankreichs und der Benelux-Länder dank seiner geografischen Lage hervorragend verbindet. Ein Trumpf in den Händen der TCC und ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft. .

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