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Als externer Leitwert für die Synchronisierung dient das SSI-Signal (synchron-serielle Schnittstelle, Synchronous Serial Interface) des Asynchronmotors für den Bearbeitungsprozess. Der zugehörige Umrichter der Baureihe Sinamics G120 mit Control Unit CU240S DP-F ist über Profibus DP an die CPU angebunden. Den Materialvorschub treibt ein Servomotor 1 FT 6 an, geregelt von einem Frequenzumrichter Sinamics S120.
Die Antriebe für den Bearbeitungsprozess und den Materialvorschub sind elektronisch miteinander gekoppelt. Dazu ist der Leitwert vom SSI-Geber am Asynchronmotor auf eine virtuelle Achse in der CPU verschaltet. Mit dieser virtuellen Achse über einen Kurvengleichlauf elektronisch verknüpft ist wiederum die Servo-Vorschubachse. Dadurch wird die eingestellte Materiallänge immer exakt zum richtigen Zeitpunkt eingezogen und steht für die Bearbeitung zur Verfügung.
Maschine baut insgesamt kürzer und benötigt weniger Stellfläche
Durch Verschieben der Kurve entlang der virtuellen Achse lässt sich auch die relative Lage zur ersten Bearbeitungsstation individuell einstellen und beliebig verändern. Dies vereinfacht den Aufbau des Vorschubs und Einzugs, welcher sich damit flexibler und schneller ein- beziehungsweise umstellen lässt als das mechanische Pendant.
Die Maschine baut insgesamt kürzer und benötigt dadurch weniger Stellfläche. Anders als bei einem Einzug über eine mechanische Kurvenscheibe ist die Materiallänge in einem weiten Bereich skalierbar, so dass ohne mechanische Umstellungen Spannringe mit unterschiedlichen Durchmessern in einem deutlich größeren Bereich gefertigt werden können.
Für höchste Maßgenauigkeit und damit letztlich konstante Produktqualität rüstet Schmale die Spannringmaschinen auf Wunsch mit einem direkten Messsystem (sin/cos-Geber) am Auslauf des Rollenblocks aus. Das Messrad ist über ein Sensormodul und – wie der Geber des Servomotors – über die einheitliche digitale Antriebsschnittstelle Drive-Cliq mit dem Umrichtersystem verbunden. Mit dem SSI-Geber für den externen Leitwert, dem Motorgeber und dem direkten Messsystem gibt es also drei Geber für die Positionierung ein und derselben Achse.
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