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Das relevante Profibus-Telegramm kann aber maximal zwei Geberwerte übertragen. Weil der Motorgeberwert nur im Sinamics-System und nicht in der CPU benötigt wird, konnte die Vorort-Fachberatung von Siemens eine einfache Lösung anbieten: Anstelle des Motorgeberwertes wird der des direkten Messsystems zusammen mit dem externen Leitwert, der vom Sensormodul erfasst wird, über das Profibus-Telegramm zur CPU übertragen. Weil auch das separate Nockenschaltwerk im SPS-Verband den externen Leitwert benötigt, wurde außerdem ein SSI-Doppler gesetzt, der beide Empfänger gleichzeitig versorgt. Das separate Nockenschaltwerk verarbeitet die Signale von über 100 Nocken aus dem Bearbeitungsprozess.
Auch sicherheitsgerichtete sind Aufgaben gelöst
Die CPU wurde zur ersten Wahl, weil man in der bekannten Produktlinie Simatic agieren wollte, mit der auch das Bedien- und Wartungspersonal bei den Anwendern vertraut ist. Weitere Argumente für eine durchgängige Lösung (Bild 3) sind die Qualität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Komponenten gewesen.
Mit Komponenten aus dem durchgängigen Siemens-Portfolio sind auch die sicherheitsgerichteten Aufgaben gelöst. Schmale hat sich für einen dezentralen Ansatz entschieden: Es wird ein Interface-Modul eingesetzt für das Peripheriegerät Simatic ET 200S mit integrierter fehlersicherer CPU im Verbund mit Motorstartern und digitalen Ein-/Ausgabebaugruppen in Standard- und fehlersicherer Ausführung.
Ein weiterer Vorteil gegenüber der Vorgängerlösung mit Einfachpositionierantrieb ist die höhere Bedienersicherheit. Kam bisher das Signal „Einziehen“, wurde immer die volle Materiallänge bei voller Geschwindigkeit eingezogen, unabhängig von den äußeren Umständen. Jetzt kann der Prozess an jeder Stelle angehalten und anschließend fortgesetzt werden, selbst Rückwärtsfahren ist möglich.
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