Handling und Robotik Crossbar-Roboter erhöhen die Ausbringung im Presswerk

Redakteur: Rüdiger Kroh

Speziell für die Pressenautomatisierung wurde das Crossbar-Konzept entwickelt. Dabei wird nur ein Roboter pro Pressenlücke benötigt. Zudem wird bei dieser Lösung die Beweglichkeit der Sechs-Achs-Roboter ergänzt.

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In keinem Industriebereich werden so viele Roboter eingesetzt wie in der Automobilproduktion: Rund ein Drittel der weltweit verwendeten Modelle kommt dort beim Punktschweißen im Rohbau oder bei der Handhabung von Bauteilen zum Einsatz, so die Studie „World Robotics Report 2008“ der International Federation of Robotics (IFR). Für die Zukunft rechnet die IFR in allen Industriebereichen mit einer deutlichen Steigerung. Bis 2011 soll die Zahl der Industrieroboter von derzeit rund 1 Mio. auf 1,2 Mio. anwachsen.

Moderne Robotik steigert Ausbringung älterer Anlagen

Die momentane wirtschaftliche Situation, die zumeist mit dem Ruf nach Kostensenkungen und steigender Flexibilität in der Produktion einhergeht, könnte diesen Trend sogar noch verstärken. Denn Robotik-Lösungen vermögen zum Beispiel auch die Ausbringungsleistung älterer Anlagen deutlich zu erhöhen. Passend dazu vermeldet Schuler Automation, dass vom Crossbar-Roboter, zwei Jahre nach seiner Markteinführung, 26 Geräte weltweit an verschiedenen Standorten für die Automatisierung von Pressenlinien sorgen.

„Der Crossbar-Roboter von Schuler Automation ist eine neue Variante der Pressenverkettung“, erklärt Reiner Dörner, Leiter Produktmanagement, Entwicklung & Projektierung bei Schuler Automation in Gemmingen. Wie ein Crossbar-Feeder in einer Pressenlinie transportiert der Roboter die Teile ohne Zwischenablage von Werkzeug zu Werkzeug und positioniert sie – falls erforderlich – jeweils neu.

Crossbar-Roboter bietet entscheidende Vorteile beim Pressen

Die entscheidenden Vorteile des Crossbar-Roboters: Es wird zum einen nur ein Roboter pro Pressenlücke benötigt — dadurch sinken die Werkzeugkosten im Vergleich zur Feeder-Verkettung deutlich, wo pro Pressenlücke je ein Ent- und Belade-Feeder sowie eine Zwischenablage zum System gehören. Zum anderen wird mit der Automatisierungslösung von Schuler die Beweglichkeit der Sechs-Achs-Roboter ergänzt. Die hängend montierte Fahrbahn und eine an der Roboterhand befestigte Schwenkachse sorgen für eine hohe Flexibilität – ähnlich wie bei einem menschlichen Handgelenk, das in verschiedene Richtungen beweglich ist. Die Ausbringung steigt deshalb im Vergleich zu Linien ohne Crossbartechnik, die nur mit Roboter oder Feeder verkettet sind, erheblich an, heißt es von Schuler.

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