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Identifikation lokaler Dämpfungsmodelle
Eine Methode zur Bestimmung der lokalen Verteilung der Dämpfung ist der sukzessive Aufbau des Prüfstandes. Für jeden Aufbauzustand wird eine Messung durchgeführt und mit einem Simulationsmodell abgeglichen, sodass jeder neue Parameter, beispielsweise eine Fuge zwischen zwei Bauteilen, bestimmt werden kann. Durch den Aufbau des Prüfstandes ändern sich die Massen- und Steifigkeitsverhältnisse.
Folglich werden die Dämpfungsparameter mithilfe von Schwingungsformen und Eigenfrequenzen identifiziert, die sich vom Gesamtaufbau des Prüfstandes unterscheiden. Um diesen Unsicherheiten zu begegnen, wurde das in Bild 3 dargestellte methodische Vorgehen entwickelt. Der Prüfstand wird anstelle der Profilschienenführung mit einem speziell angefertigten Referenzdummy aufgebaut.
Dieser Referenzdummy besteht aus einem homogenen Stahlbauteil und weist eine zur Profilschienenführung vergleichbare Massen- und Steifigkeitsverteilung bei jedoch sehr geringer Dämpfung auf. Durch den Abgleich der Messung dieses Aufbaus mit dem entsprechenden Simulationsmodell kann die Fremddämpfung des Prüfstandes ermittelt werden [4, 5].
Jetzt kann die Profilschienenführung vermessen und mit dem Simulationsmodell abgeglichen werden. Dabei wird die Führung durch ein viskoses oder strukturelles Dämpfungsmodell ersetzt und parametriert. Durch die Veränderung der Massenverteilung kann der Prüfstand dynamisch verstimmt werden. Der Vergleich der prognostizierten Dämpfung mit der Messung zeigt, welches Modell das Verhalten besser abbilden kann [7].
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