Profilschienenführungen

Dämpfungseigenschaften reproduzierbar ermitteln

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Viskosität des Schmierstoffes beeinflusst die Dämpfung signifikant

Bei der Untersuchung konventioneller Profilschienenführungen von Bosch Rexroth konnten verschiedene Einflussfaktoren auf die Dämpfung identifiziert werden. Um den Einfluss verschiedener Konstruktionsvarianten isoliert und reproduzierbar zu betrachten, wurden diese im ungeschmierten Zustand vermessen. Im Vergleich verschiedener Vorspannklassen und Baugrößen für die Schwingungsform in Normalrichtung auf Basis einer viskosen Dämpfungsmodellierung zeigt sich: Mit steigender Vorspannklasse sinkt die Dämpfung. Signifikante Auswirkungen auf das Dämpfungsvermögen der Profilschienenführung hat die Viskosität des verwendeten Schmierstoffes. Je viskoser der Schmierstoff desto größer ist die Dämpfung. So liegt die Dämpfung der Fettschmierung mit einer Viskosität des Grundöls von 120 mm²/s zwischen der niedrig- und hochviskosen Ölschmierung [7].

Auch konstruktive Details, wie beispielsweise eine optimierte Einlaufzone, die zur Verringerung der Pulsation und Erhöhung der Lebensdauer entwickelt wurde, beeinflussen das Dämpfungsverhalten der Komponente [3]. So führt diese Maßnahme aufgrund einer gefügten Stahleinlage bei der neuen Generation der Rollenschienenführungen (RSHP) von Bosch Rexroth als Nebeneffekt zu einem signifikanten Anstieg der Dämpfung für alle Vorspannklassen.

Konstruktive Details können das Dämpfungsverhalten beeinflussen

Weil Werkzeugmaschinenhersteller für die Auslegung der Maschinendynamik auf Dämpfungskennwerte angewiesen sind, kann für Komponentenhersteller die Kenntnis über die Dämpfungseigenschaften ihrer Produkte ein Wettbewerbsvorteil sein [1]. Die erweiterte Methodik und die entwickelten Prüfstände ermöglichen eine effiziente und reproduzierbare Ermittlung der Dämpfungsparameter für Profilschienenführungen.

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