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T. Michel Formenbau

Damit Schäume keine Träume bleiben

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die im speziell ausgerüsteten Technikum von T. Michel Formenbau installierte Partikelschäumanlage lässt sich bei Bedarf per Thermofoamer-Ausrüstung für das dampfarme Partikelschäumen umrüsten, heißt es.
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Die im speziell ausgerüsteten Technikum von T. Michel Formenbau installierte Partikelschäumanlage lässt sich bei Bedarf per Thermofoamer-Ausrüstung für das dampfarme Partikelschäumen umrüsten, heißt es. (Bild: T. Michel)

Seit kurzem steht den Kunden von T. Michel Formenbau ein, wie es heißt, einmaliges Technikum für Material- und Verfahrensentwicklungen sowie Versuche mit verschiedensten Partikelschäumen zur Verfügung.

Ausgestattet ist das Technikum aktuell mit einer speziell modifizierten Partikelschäumanlage von der Kurtz Ersa GmbH aus Kreuzwertheim, die sich bei Bedarf mit einer Thermofoamer-Ausrüstung für das dampfarme Partikelschäumen ausstatten lässt, wie es heißt. Hinzu komme in der nächsten Ausbaustufe bis Ende des ersten Quartals 2018 eine Spritzgießmaschine mit 1300 kN Schließkraft von Krauss-Maffei. In der zweiten Ausbaustufe, die voraussichtlich zum Ende des zweiten Quartals 2018 abgeschlossen sein werde, sei auch die Erweiterung des Technikums mit einer PUR-Schäumanlage geplant.

Mit dem Technikum bietet T. Michel den Kunden dann, wie es heißt, ein umfangreiche Möglichkeiten für die Weiterentwicklung diverser Schäumsysteme sowie für die Verfahrenstechnik zur Herstellung von komplexen Partikelschaum-Hybridbauteilen in Verbindung mit Spritzgießen und PUR-Verarbeitung an.

Sensoren lassen tief in den Schäumprozess blicken

Abgerundet werde das Angebot durch ein von T. Michel und Kurtz Ersa entwickeltes Datenerfassungssystem. Dazu sind rund 80 Messsensoren rund um die Schäummaschine, in den Werkzeugen sowie auf der Prozessstrecke positioniert, wie T. Michel Formenbau erklärt. Diese erfassen die Drücke (Niederdruck) und Temperaturen, um die Prozesse auch zu dokumentieren und transparenter zu machen. Nur so sei es beispielsweise möglich, die Anforderungen für reproduzierbare Schaumteile zu erfüllen, die in ein hochpräzises Spritzgießwerkzeug zur Weiterverarbeitung eingelegt werden sollen.

Auf dieser Basis sollen sich gezielt Verfahren zur Optimierung des Schäumprozesses erarbeiten und unterschiedliche Materialien testen lassen. Zum Beispiel können durch spezielle, laserstrukturierte Oberflächen oder chemisch veränderte Rezepturen, die Fließeigenschaften und Reaktionszeiten verbessert werden, um laut T. Michel, so die Prozesszeiten entscheidend zu beeinflussen und zu verkürzen.

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