CEDS Duradrive Dank Sondermotoren vom Grenzfall zur optimierten Maschine

Autor / Redakteur: Bernd von Löbbecke / Stefanie Michel

Stoßen Standardmotoren in Maschinen an ihre Grenzen, dann können kundenspezifische Sondermotoren die Anwendung optimieren. Ob in einer Förderanlage, in Werkzeugmaschinen oder beim Retrofit: Hier steckt viel Potenzial für mehr Effizienz und Geschwindigkeit.

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Bild 1: Den Spindel­antrieb so konstruieren, dass kein Glasstaub eindringen kann – das war die Anforderung an die Sondermotorenbauer.
Bild 1: Den Spindel­antrieb so konstruieren, dass kein Glasstaub eindringen kann – das war die Anforderung an die Sondermotorenbauer.
(Bild: Benteler Maschinenbau)

Geringer Bauraum, schwierige Umweltbedingungen, besondere Anforderungen an Drehzahlen und Leistung: Wann immer Standardmotoren an ihre Grenzen stoßen, kommen kundenspezifische Sondermotoren zum Einsatz. Genau auf diese Fälle hat sich CEDS Duradrive aus Salzbergen spezialisiert: „Beim Bohren von Glas beispielsweise entsteht aggressiver Glasstaub. Gelangt dieser in den Motor, steht schnell die gesamte Anlage still“, erklärt Geschäftsführer Ulrich Bühlmann. „Deshalb ist Benteler Maschinenbau mit dem Wunsch nach einem besonders robusten und verschleißarmen System für den Antrieb seiner Glasbohrmaschinen auf uns zugekommen.“

Antrieb vor Glasstaub schützen heißt Produktionsleistung steigern

Die Benteler Portalbohrmaschine eignet sich für beliebige Bohrbilder und typische Fräsarbeiten in Einzel- oder Serienfertigung (Bild 1). Zu den Merkmalen der Maschine zählen eine größtmögliche Flexibilität, eine hohe Prozesssicherheit sowie eine einfache Bedienung. Für den Antrieb ist jedoch die Umgebung eine Herausforderung (Bild 2): Bei zwei getrennten Motoren für das lineare Zustellen (Vorschubbewegung) und das Bohren (Drehbewegung) würde die Schnittstelle vom Glasstaub angegriffen. Um dies zu verhindern, hat CEDS Duradrive die beiden Motoren in einem Gehäuse kombiniert (Bild 3). Gleichzeitig herrscht im Inneren der Bohrspindel durch Sperrluft Überdruck, sodass kein Staub, Schmutz oder Wasser eindringen kann (Schutzart IP66). Dies reduziert die Wartungskosten deutlich, Zuverlässigkeit und Produktionsleistung der Anlage steigen. Da es sich um ein steifes System handelt, arbeitet die Machine sehr exakt. Außerdem benötigt die Bohrspindel aufgrund der kompakten Bauform weniger Platz als Standardantriebe.

Für die Vorschubbewegung kommt ein Servomotor mit einer Bemessungsleistung von 0,28 kW, einem Bemessungsdrehmoment von 0,76 Nm und einer Bemessungsdrehzahl von 3500 min-1 zum Einsatz. Für das Bohren wird ein Asynchronmotor mit einer Leistung von 1,1 kW, einem Drehmoment von 3,75 Nm und einer Drehzahl von 2800 bis maximal 5600 min-1 verwendet.

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