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Stammdatenmanagement

Datenqualität bestimmt Erfolg der Unternehmensplanung

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Dass die Datenstandardisierung eine absolute Notwendigkeit darstellt, bestätigte Sebastian Cordes von Cideon Systems. Er verwies auf die Mechatronik im PLM des Maschinen- und Anlagenbaus, wo Anlagenmechaniker und Elektrotechniker nicht selten Koordinationsprobleme bei der Arbeit an gemeinsamen Projekten haben. „Es gibt eine unterschiedliche Strukturierung der Daten zwischen den beiden Systemen Maschinenbau und Elektrotechnik“, gab er zu bedenken. Um jedoch die gewerkeübergreifende Zusammenarbeit in Planung und Entwicklung effektiv gestalten zu können, bedürfe es einer integrierten, standardisierten Datenbasis.

Das Dilemma der unzuverlässigen Datenerfassung bei komplexen Entwicklungsprozessen verdeutlichte Axel Schmied von Sage Bäurer anhand der Frage: „Wie bringen wir den Konstrukteur dahin, zu verstehen, dass von ihm eingepflegte Daten wichtig sind, auch wenn er sie niemals für sich selbst braucht?“ Weil solche Erfordernisse nur unzureichend berücksichtigt würden, verschwendeten europäische Firmen laut einer Sage-Studie 9,6 Mrd. Euro durch ungenutzte Software. Die Lösung solcher Probleme liege in effektivem Workflow-Management und im Wecken von Verständnis bei den am Entwicklungs- oder Produktionsablauf Beteiligten.

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Daten müssen gute Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt ermöglichen

Zu geringe Benutzerfreundlichkeit ist laut Stefanie Barbiero von Sage Bäurer eine wesentliche Ursache für ineffektive Softwareanwendung. Die Programme müssten so gestaltet sein, dass man anhand des genutzten Datenmaterials gute Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen könne. „Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Effizienz der gesamten ERP-Infrastruktur und der Wirtschaftlichkeit, dem Umsatzwachstum und dem geplanten Wachstum eines Unternehmens“, analysierte sie. Ein wichtiges Merkmal erfolgreicher Datensysteme sei die Möglichkeit des Zugriffs auch dann, wenn man sich nicht am Arbeitsplatz aufhalte.

Insbesondere für international operierende Unternehmen mit Niederlassungen in mehreren Ländern ist der Zugriff auf gemeinsame Daten elementar, weil erst dadurch Synergie-Effekte genutzt werden können. Johann Kreidl von Netzsch Pumpen & Systeme schilderte, wie das Produktdatenmanagement in einem international vernetzten Unternehmen des Mittelstands aussieht: „Wir haben eine Struktur mit einem relativ gleichartigen Produktmanagement in den verschiedenen Werken, auf die man von überall zugreifen kann.“ Die Kommunikation von Daten und ihre Aufbereitung vollzögen sich daher recht problemlos.

* Ulrich W. Schamari ist freier Journalist in Frankfurt am Main

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