Werkzeugmaschinen

Den japanischen Wurzeln von DMG Mori auf der Spur

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Es fräst, dreht und bearbeitet unermüdlich

Wir werden durch die Maschinenhalle geführt, entlang eines auf Hochglanz bearbeiteten Pelton-Turbinenrads, das auf der Fahrständermaschine DMF 260 linear gefertigt wurde. Fast alle Maschinen sind in Betrieb, es fräst, dreht und bearbeitet unermüdlich an allen Ecken und Stellen, aber dennoch: Lärm und Schmutz lassen sich nur erahnen. Von der Laserbearbeitung, Ultraschallbearbeitung über die generative Fertigung bis hin zu Fünf-Achs-Bearbeitung bildet DMG Mori sämtliche Bearbeitungsverfahren im Showroom ab. Auch die Ausstellungsstücke sind so beeindruckend wie die Breite des Fertigungs-Know-hows.

Nachdem jede Maschine ausführlich erklärt und gefühlt jedes handelbare Ausstellungsstück begutachtet wurde, ist nach knapp eineinhalb Stunden die Begehung vorbei. Am Tag darauf, so wird uns gesagt, öffnet das Hauptquartier parallel zum Auftakt der Jimtof seine Pforten für ein Open House. Das dient dem Jimtof-Messebesucher sozusagen als Möglichkeit der Erweiterung, Maschinen in Augenschein nehmen, die nicht auf dem DMG-Mori-Messestand ausgestellt werden. Ein Shuttle steht dafür bereit.

Die Teppanyaki-Art ist sowohl unterhaltsam als auch schmackhaft und für jede Japanreise ein kulturelles Muss.
Die Teppanyaki-Art ist sowohl unterhaltsam als auch schmackhaft und für jede Japanreise ein kulturelles Muss.
(Bild: Sonnenberg)

Der Tag neigt sich dem Ende und wir erwarten gespannt unser erstes Dinner in einem traditionellen japanischen Restaurant. Maximal sechs von uns teilen sich den Tisch mit ihrem persönlichen Teppanyaki-Meister für den Abend. Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Gerichte auf Teppanyaki-Art werden direkt am Tisch zubereitet. So sitzen wir nun, gebannt von der heißen Herdplatte im Herzen des Tisches. Gemüse und rohes Fleisch wird im Sekundentakt und auf äußerst geschickte Art in mundgerechte Happen zerlegt, gebraten und so, dass kein Futterneid aufkommt, auf die Teller verteilt. Der Koch, ganz offensichtlich geübt darin, sehnsüchtige Blicke auf des Nachbars Teller zu unterbinden, verteilt die Portionen gefühlt auf das Gramm genau.

Nach geschätzt zwölf Gängen geht der erste Tag erfolgreich zu Ende. Überwältigt von neuen Eindrücken geht es am Tag darauf zur Jimtof, Japans Vorzeigemesse für die Werkzeugmaschinenbranche. Pünktlichkeit, so zeigt sich, ist keine deutsche, sondern eine japanische Tugend. Mindestens pünktlich und gern auch eine Viertelstunde früher erreichen wir jeden Termin. So auch die Jimtof – pünktlich 15 Minuten zu früh. Wir reihen uns in die noch recht dünne Menschenansammlung vor dem Eingang und warten. Als die Einlasskontrolle endlich den Ticketscanner zückt und die provisorische Absperrung zur Seite schiebt, begeben wir uns langsam und der Reihe nach in die Messehallen.

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