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Die Aussichten für die Roboterhersteller sind also vielversprechend. Allerdings ist die Automobilindustrie auch dafür bekannt, anspruchsvoll und bei vielen Entwicklungen technischer Vorreiter zu sein. Das belegt die Aussage von Baginski: „Eine weltweite Lieferfähigkeit inklusive Support und Service muss gegeben sein. Zudem sind hohe Zuverlässigkeit und einfache Wartbarkeit sowie einfacher Betrieb auf globaler Basis essenzielle Kriterien.” Diesen und weiteren Herausforderungen müssen die Roboterhersteller gerecht werden. „Wir sehen derzeit vier große Trends in der Automobilindustrie, die die Robotik beeinflussen”, urteilt der Kuka-Manager. Durch die Globalisierung würden die Autos der Zukunft dort gebaut, wo der Kunde sitzt. Industrie 4.0 fordere die wandlungsfähige Fabrik. Der demografische Wandel spiele für die Automobilhersteller eine große Rolle für zukünftige Produktionskonzepte und die ganzheitliche Ressourceneffizienz des Produktes Auto rücke immer stärker in den Fokus.
Wandlungsfähige Produktionskonzepte
Die Konsequenz daraus fasst Frank Klingemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kuka Systems GmbH, so zusammen: „Die Automobilindustrie setzt deshalb auf wandlungsfähige Produktionskonzepte und eine energie- und ressourceneffiziente Fertigung.” Und diese wandlungsfähige Fabrik fordert laut Klüger mobile Robotersysteme, eine wandlungsfähige Logistik und die Nutzung von Cloud-Services. „Mit dem demografischen Wandel drängen Assistenzrobotik und die sinnvolle Unterstützung des Werkers bei schweren und unergonomischen Tätigkeiten durch den Roboter in den Vordergrund.”
Auch für Ralf Winkelmann, Leiter Automotive Center der Fanuc Deutschland GmbH, werden die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel den Roboter noch näher an den Menschen rücken. Auf der technischen Seite erwartet er, dass sich der Trend zum intelligenten Roboter fortsetzt. „Die Integration von ausgefeilter Sensortechnik in Kombination mit innovativer Software verhelfen dem Roboter, weitere Betätigungsfelder für die Automatisierung zu öffnen. Weitere Elemente aus der Industrie-4.0-Bewegung – insbesondere Cloud-basierende Datenverarbeitung oder App-gesteuerte MMI-Schnittstellen – werden den Roboter der Zukunft prägen.”
Linienkonzepte mit geringem Flächenbedarf
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Automobilhersteller ist der Platzbedarf. „Linienkonzepte mit möglichst geringem Flächenbedarf zu entwickeln und umzusetzen, ist sicher der Anspruch aller Automobilisten”, bestätigt Winkelmann. Der Einsatz von kleineren, aber hochdynamischen Robotern wie dem Fanuc R1000iA ermögliche die Optimierung des Platzbedarfs.
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