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So wird er montiert

Der neue Thermomix – die digitale Revolution des Kochens

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Die Halter fixieren und zentrieren die Einzelteile in den richtigen Positionen. Nieder- und Gegenhalter sind mit flexiblen, gefederten Stiften ausgestattet und können somit Toleranzen der Kunststoffbauteile ausgleichen. So ist sichergestellt, dass das Bauteil zwar sicher fixiert, aber auf keinen Fall bei der Montage beschädigt wird, z. B. durch Kratzer.

Sind die zu montierenden Teile alle richtig positioniert, beginnt der erste Schraubprozess. Dafür ist eine Unterflur-Schraubeinheit an einem XY-Achssystem befestigt. Diese wiederum ist in einen Unterflurauszug eingebaut, einer manuellen Schiebevorrichtung zum mühelosen Herausfahren, und ermöglicht so eine problemlose Wartung. Die integrierte Schraubtechnik basiert auf einem stationären Minimat-EC Schrauber, Typ 320E27-0024-D in gerader Bauform. Dieser verschraubt nacheinander drei Schrauben, um das Gehäuseunter- mit dem Innenteil des Thermomix zu verbinden. Bei Erreichen des vorgegebenen Drehmoments schaltet der Minimat-EC Schrauber automatisch ab. Mittels AST11 Schraubablaufsteuerung wird dieser Prozess überwacht und ausgewertet.

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Die Ablaufsteuerung ermöglicht unter anderem eine exakte Steuerung des Drehmoments und eine genaue Überwachung des Drehwinkels. Ergibt die Auswertung „in Ordnung“ (IO) und ist der Schraubvorgang abgeschlossen, fahren die Achsen in ihre Grundstellungen zurück. Ist das Ergebnis der Auswertung „nicht in Ordnung“ (NIO), wird der Werkstückträger zum Reparaturarbeitsplatz ausgeschleust.

Bandbunker füllt automatisch das Fördergut nach

Nach jeder erfolgten Verschraubung wird die nächste Schraube durch das in die Anlage integrierte Schraubenzuführgerät – ein Vibrationswendelförderer mit Bandbunker – zugeschossen. Der Bandbunker erkennt mit Hilfe eines Füllstandsensors die Fördergutmenge und füllt automatisch das Fördergut nach. Dadurch ist gewährleistet, dass der festgelegte Füllstand immer konstant ist. Demzufolge bleibt auch die Schwingintensität des Zuführsystems immer gleich und muss nicht nachreguliert werden.

Zeitgleich zum Unterflur-Schraubvorgang schraubt ein weiterer Minimat-EC Schrauber drei Schrauben horizontal von hinten in die Gehäuseteile. Damit werden der Tragegriff und die Elektronik-Halterung mit dem Gehäuseunterteil verschraubt. Auch hier erfolgt die Schraubenzufuhr über einen Vibrationswendelförderer vom Typ SZG 0611-EP mit einem Bandbunker und die Überprüfung des Schraubvorgangs über eine AST11 Steuerung. Sind die beiden Schraubvorgänge abgeschlossen, fahren Gegenhalter, Niederhalter und Ausheber nacheinander in ihre Grundstellungen. Der Werkstückträger wird zurück auf das Band abgelegt und fährt automatisch nach links zur nächsten Schraubstation.

Fährt der Werkstückträger in Schraubstation 2 ein, wird dieser mit einem Lift – angetrieben von einem Servomotor – auf eine Zwischenposition ausgehoben. Durch eine Zwischenprüfung wird der Status der Montagearbeiten erkannt, was vor allem dann notwendig ist, wenn Bauteile aus dem Reparaturbetrieb zurück in die Bandanlage geschleust werden. So wird gewährleistet, dass diese in der festgelegten Art und Weise auf dem Werkstückträger abgelegt sind und der Schraubprozess ohne Probleme fortgeführt werden kann. Nach dieser Kontrolle fährt die liftbetriebene Aushubvorrichtung nach oben auf ihre Schraubposition. Die zwei Minimat-EC Schrauber, angeordnet im 45°-Winkel, gewährleisten eine prozesssichere Verschraubung der Gehäuseteile.

Minimat-EC Einbauschrauber vom Typ 320E27-0024-D erledigen das Verschrauben

Auch in dieser Station werden die Teile von einem Niederhalter zusammengehalten, richtig positioniert und zentriert. Ein Gegenhalter erzeugt an den sechs Schraubpunkten den benötigten Gegendruck. Um die hochempfindlichen Gehäuseteile in Lackoptik nicht zu beschädigen, arbeiten Nieder- und Gegenhalter mit federbeaufschlagten Stiften.

Aufgrund der vorgegebenen Taktzeit sind im nächsten Schritt zwei gespiegelt aufgebaute XYZ-Schraubeinheiten mit Servo-Motorantrieb gleichzeitig im Einsatz. An jedem XYZ-Achssystem ist je ein Schraubfunktionsmodul (SFM) in Sonderausführung angebracht. Da bei diesem Schraubvorgang in einem Winkel von 45° zum Bauteil verschraubt wird, ist es wichtig, dass das SFM besondere Eigenschaften aufweist: Zum prozesssicheren Erreichen der Schraubstelle, ohne Berührung mit den Kunststoffteilen, ist ein sehr langes, spezielles Mundstück nötig. Zum anderen arbeitet das SFM mit einer einseitig wirkenden Schnabelbacke mit Magnet. Dadurch ist garantiert, dass die Schraube in der richtigen Position gehalten werden kann.

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