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Magnetische Werkstoffe

Der Quell für passgenaue Magnetgummi- und -folienteile

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Die zähe Art des Magnetismus

Sobald bei der Herstellung technischer Formteile neben der magnetischen Haftkraft auch elastomere Eigenschaften gefordert sind, kommt der Magnetgummi 150 oder 180 aus dem Schallenkammer-Portfolio ins Spiel. Sie bestehen aus einem flexiblen, gummiartigen Kunststoff mit eingelagertem Strontiumferritpulver und eignen sich sehr gut für die Fertigung zähelastischer, nachgiebiger oder stoß- und vibrationsdämpfender Bauelemente. In den Produktionslinien von Schallenkammer entstehen daraus häufig Formteile wie Ringe, Befestigungsteile oder berührungslose Kontaktgeber. Auch Leisten, Streifen oder Ronden mit hoher magnetischer Haftkraft lassen sich daraus maßgenau und splitterfrei stanzen und schneiden. Die aus dem Magnetgummi 150 oder 180 hergestellten Zulieferteile sind witterungs- beziehungsweise alterungsbeständig und unempfindlich gegenüber Ozon, Wasserdampf sowie verdünnten Säuren und Laugen. Auch dieses Material kann als preiswerte Alternative zu keramischen Magnetwerkstoffen herangezogen werden.

Axial oder einseitig-mehrpolig magentisiert

Der Magnetgummi 150 oder 180 von Schallenkammer eignet sich grundsätzlich für die Herstellung von Bauelementen, die Dauertemperaturen von bis zu 100 °C aushalten, und kurzzeitigen Temperatur-Peaks von bis zu 150 °C widerstehen können. Die Länge der platten- oder bandförmigen Elemente kann bis zu 1040 mm erreichen – ihre Dicke kann zwischen 1,5 und 8 mm variieren. Zudem verarbeite das Unternehmen diese Halbzeuge in jeweils zwei Materialvarianten. Der Magnetgummi Typ A verfügt über eine axial über die Höhe (Dicke) ausgerichtete Magnetisierung und eignet sich für Zuschnitte mit Breiten von bis zu 140 mm. Dagegen weise der Magnetgummi Typ C eine einseitige mehrpolige Flächenmagnetisierung auf und stehe für Zuschnitte mit Breiten von bis zu 440 mm zur Verfügung.

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Verdoppelte Haltekraft durch Eisenrückschluss-Effekt

Wie bei den Magnetfolien der Graviflex-Serie bietet Schallenkammer auch beim Magnetgummi 150 oder 180 die Möglichkeit, die Oberflächen der daraus hergestellten Bauelemente farbig oder zum Oberflächenschutz mit Filz zu beschichten oder auch mit einem selbstklebenden Coating zu versehen. „Mit dem Magnetgummi Typ C lassen sich auch Metallteile reversibel verbinden. So lässt sich zum Beispiel ein Ablagewinkel aus Metall ohne Bohren und Schrauben an einem eisenhaltigen Untergrund – etwa am Gehäuse einer Maschine – befestigen . Gehalten wird der Ablagewinkel durch eine Platte aus Magnetgummi, der durch die Verbindung mit dem Metall einen sogenannten Eisenrückschluss bildet. Konkret bedeutet das beispielsweise: „Bei einem Stahlblech in 1 mm Stärke und einer Gummidicke von 2 mm verdoppelt sich die Haftkraft des Bauteils durch den Eisenrückschluss von 75 g/cm² auf 155 g/m² “, präzisiert Böhler.

Fertigungs- und Oberflächenexpertise im Einklang mit Magnet-Know-how

Wie nur wenige Zulieferer hierzulande, heißt es, versteht es Schallenkammer, sein über Jahrzehnte gewachsenes Magnet-Know-how mit hohen Kompetenzen auf verschiedenen Gebieten der Fertigungs- und Oberflächentechnik zu verbinden. Dabei sei es in vielen Fällen die pfiffige Kombination verschiedener Bearbeitungs- und Veredelungsverfahren, die zum optimalen Magnetprodukt führt. Aufgrund dieser hohen Spezialisierung empfiehlt sich das Kürnacher Unternehmen unter dem Motto „Ideen, die sich lösen lassen“ auch als Engineering-Partner für die Entwicklung innovativer Bauelemente und Formteile aus magnetischen Werkstoffen.

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