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Das wahrscheinlich bekannteste Mitglied der Schleifring-Gruppe ist das Unternehmen Studer. Im schweizerischen Thun beheimatet, nimmt der Rundschleif-Spezialist eine besondere Rolle ein.
Schweizer Schleifmaschinen-Hersteller Studer hängt besonders am Export
Als Unternehmen aus einem Nicht-EU-Land und Mitglied in einem deutschen Unternehmensverbund hängt Studer besonders stark vom Export ab: „Der Export ist mit einem Anteil von deutlich über 90% für unser Unternehmen seit Jahrzehnten von existenzieller Bedeutung“, erklärt Stephan Nell, Vorsitzender Geschäftsführer der Fritz Studer AG.
Mehr als die Hälfte des Umsatzes von 150 Mio. Euro im Jahr 2007 erzielte Studer in Europa, wobei Deutschland der bedeutendeste Markt ist. Standardmaschinen sind das wichtigste Standbein, aber vermehrt bringt das Unternehmen auch Systemlösungen an den Mann. Der Auftragseingang hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.
Auf die Frage, warum Studer international so erfolgreich ist, nennt Vorstandschef Nell ein ganzes Paket von Faktoren: angefangen bei der Qualität, die sich in Präzision und Langlebigkeit ausdrückt, über die Breite des Produktsortiments, hohe Beratungskompetenz bis zur Infrastruktur für Schleifversuche und Kundenschulungen.
Konkurrenz bei Schleifmaschinen verstärkt sich
Allerdings wird die Luft in technischer Hinsicht zunehmend dünner: „Die Fachkompetenz der Wettbewerber ist gestiegen. Die Unterschiede zwischen den Produkten der einzelnen Anbieter sind kleiner geworden“, erklärt Nell.
Auf wirtschaftlicher Seite und damit der Finanzkraft gebe es allerdings nach wie vor große Differenzen. „Das Know-how allein ist noch kein Garant für Erfolg. Der gesamte Mix aus Kompetenzen, finanziellen Ressourcen, Qualitätssicherung und Prozessen, Mitarbeitermotivation, Strategie und Marketing/Vertrieb – um nur einige Faktoren zu nennen – muss stimmen“, erklärt Nell.
Damit die Erfolgswelle anhält und der für 2008 erwartete neue Rekordumsatz keine Ausnahme bleibt, will Studer auch in Zukunft überdurchschnittlich viel in das Personal, in die Forschung und Entwicklung sowie in die Infrastruktur investieren. Bei allem Erfolg bleibt das Unternehmen bodenständig: „Die Erfolge werden kritisch hinterfragt, denn die größte Gefahr ist Selbstzufriedenheit und Hochmut“, sagt Nell.
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