Schleifmaschinen Deutsche Schleifmaschinen erleben weltweiten Boom

Redakteur: Frank Fladerer

Deutsche Schleiftechnik ist weltweit gefragt. Hohes technisches Know-how und große Zuverlässigkeit sichern den Herstellern aus dem deutschsprachigen Raum steigende Beliebtheit. Auch der hohe Euro-Kurs kann den Höhenflug nicht aufhalten. Die Branche verbuchte für das Jahr 2007 ein Plus von 16%.

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Die deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr Schleiftechnik für rund 916 Mio. Euro hergestellt. Das entspricht einem Plus von 16% gegenüber 2006. Ein Achtel der gesamten deutschen Werkzeugmaschinenproduktion entfällt damit auf Schleifmaschinen. Umsatzträchtige Spezialmaschinen für die Herstellung von Verzahnungen und Maschinen zur Oberflächenbearbeitung sind in diesen Zahlen sogar noch ausgenommen: Sie machen alleine weitere 562 Mio. Euro aus.

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Wie sehr das Geschäft mit den Schleifmaschinen brummt, belegt die Auslastung der Unternehmen: „Bei einer sensationellen Kapazitätsauslastung nahe 100% läuft die Realisierung von Orders derzeit und auch absehbar während der 2. Jahreshälfte erst so richtig hoch“, erklärt Gerhard Hein, Bereichsleiter Wirtschaft und Statistik des Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW). Im 1. Halbjahr 2008 stieg der Umsatz um nochmals 8% und der VDW-Experte wäre von einem Gesamtjahres-Plus von „deutlich über 10%“ keineswegs überrascht.

Schleifmaschinen für Windkraft, Automobil- und Flugzeugbau gefragt

Treiber der Nachfrage sind unter anderem die Windkrafttechnik, wo verstärkte Nachfrage nach Windkraftanlagen zugleich auch den Bedarf an Rotoren und Großgetrieben steigert. Einen weiteren Nachfrageschub verdanken die Hersteller der Automobilindustrie, die unter dem Druck, immer energieeffizientere Modellen auf den Markt bringen zu müssen, verstärkt auf Feinbearbeitung im Antriebsbereich setzt. Dritter großer Markttreiber ist der expandierende Flugzeugbau, bei dem Schleifprozesse vor allem in der Turbinenfertigung gefragt sind.

Der größte deutsche Hersteller ist Körber Schleifring. Das Unternehmen wird vom internationalen Werkzeugmaschinenindex des amerikanischen Verlagshauses Gardner unter allen Herstellern weltweit auf Platz 20 geführt – und misst sich dabei mit Unternehmen wie Trumpf (Platz 1) oder Gildemeister (Platz 3).

Schleifring-Gruppe vereint acht Schleifmaschinen-Hersteller

Zur Schleifring-Gruppe gehören acht Unternehmen mit klangvollen Namen wie Mikrosa, Jung oder Ewag. Das Produktportfolio reicht von Flach- und Profilschleifen über Außen- und Innenrundschleifen, Spitzenlosschleifen bis hin zu Werkzeugschleifen.

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