Chance Flüchtlinge Deutsche Unternehmen setzen auf Integration
Für viele Firmen spielt die Unsicherheit bei der Einstellung von Flüchtlingen immer noch eine zentrale Rolle. Denn wo sich viele Chancen auftun, gibt es auch viele Risiken. Was denken deutsche Unternehmen hinsichtlich der Beschäftigung von Flüchtlingen?
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Das Thema Flüchtlinge sorgt nicht nur in der Politik, sondern vor allem auch in der Wirtschaft für einen Wandel. Denn wie in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt in Deutschland sehen Arbeitgeber große Chancen für einen erweiterten und bunten Arbeitsmarkt, der helfen kann, Fachkräftemangel und demografischem Wandel entgegenzuwirken.
Zu diesem Thema führte der Bundesverband für Logistik vor Kurzem eine Studie durch. Diese basiert auf den quartalsweise befragten 100 größten Unternehmen in Deutschland, die als Logistikdienstleister beziehungsweise Anwender in Industrie und Handel eine tragende Rolle spielen.
Die Studie zeigt, dass fast drei Viertel (74,4 %) der Logistikdienstleister Einstellungen von Flüchtlingen planen. In Industrie und Handel denken gut 70 % der Unternehmer über eine Anstellung nach.
Mindestlohn ist kein Thema
Die größte Herausforderung sehen sowohl Industrie als auch Logistik wenig überraschend in möglichen Sprachbarrieren und auch im Nachholbedarf von beruflichen Qualifikationen. Am wenigsten Sorgen bereiten der Mindestlohn und der kulturelle Unterschied den potenziellen Arbeitgebern. Große Chancen sieht man laut der Studie im Bekämpfen des demografischen Wandels, jedoch überhaupt keine in der Herstellung von Geschäftskontakten in die Herkunftsländer.
Auffällig sind die Unterschiede der Ausschlussgründe für die Einstellung der Flüchtlinge in den beiden unterschiedlichen Branchen. Alle Unternehmen aus Industrie und Handel, die angaben, keine Flüchtlinge anstellen zu wollen, taten dies aus dem Grund, derzeit grundsätzlich keine Einstellungen zu planen, nicht etwa aufgrund von fehlender Sprachkenntnis oder Qualifizierung. Einzig Unsicherheiten wegen des Asyl- und Bleiberechts und kulturelle Unterschiede, die den Betriebsfrieden stören könnten, spielten eine kleinere Rolle. Bei den Logistikern planten gerade mal rund 36 % derzeit keine Einstellungen,
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