Schnelle Feldbusse

Dezentrale Automatisierung einfach und platzsparend umsetzen

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In der T-codierten Version ist der M12-Power-Steckverbinder für eine Spannung bis 63 V ausgelegt. Je nach Applikation können zwei unabhängige Stromkreise mit jeweils 12 A realisiert werden, also zweimal 12 A Dauerstrom. In der Vergangenheit wurden I/O-Module, Netzteile oder Kleinmotoren beispielsweise mit 7/8“-Steckverbindern respektive mit auf 4 A begrenzten M12-Steckverbindern verkabelt. Über den T-codierten Steckverbinder lässt sich jetzt die Versorgung der Komponenten mit hohen Strömen kostengünstiger und platzsparender umsetzen.

In der S-codierten Variante ermöglicht der M12-Power-Steckverbinder eine Spannung von 630 VAC bei einem Dauerstrom von 12 A. Deshalb erweist er sich als wirtschaftliche Alternative zum Anschluss von Motoren, Frequenzumrichtern, Motorschaltern oder Netzgeräten. Derartige Komponenten sind bis dato mit M17- oder M23-Steckverbindern angekoppelt worden, die teurer als der M12-Power-Steckverbinder sind und einen größeren Bauraum benötigen.

Um die hohen Ströme von 12 A bei einem derart kleinen Bauraum zu realisieren, wurden Änderungen am M12-Steckverbinder vorgenommen. Im Vergleich zum bestehenden System sind die Kontakte beispielsweise auf einen Durchmesser von 1,5 mm erweitert worden. Neben dem vergrößerten Kontaktdurchmesser trägt die vergoldete Kontakt-oberfläche dazu bei, die Wärmeentwicklung im Steckverbinder zu minimieren.

Es werden Litzenquerschnitte von 1,5 mm² verwendet, um die Erwärmung und den Spannungsabfall in der Leitung zu reduzieren. Zum Schutz vor EMV-Störungen sind zudem geschirmte Leitungen und M12-Power-Steckverbinder erhältlich. Bei den Steckverbindern kommt ein Konzept zum Einsatz, das eine 360°-Schirmung ermöglicht. Damit die Anforderungen einer Spannung bis 630 VAC erfüllt werden können, ist die M12-Rändel beim S-codierten Steckverbinder zusätzlich mit dem Schutzleiter (PE) verbunden und kann sicher geerdet werden.

I/O-Module lassen sich besser in die Maschinen integrieren

Durch die Nutzung des M12-Power-Steckverbinders ergeben sich verschiedene Vorteile für das Gerätedesign. So steht mit zweimal 12 A Querrangierbarkeit genügend Leistungsreserve für die Verkettung mehrerer Komponenten zur Verfügung. Einheitliche Querschnitte und Bemessungsströme machen außerdem eine weitere Absicherung überflüssig. Weil auf Kabelverschraubungen respektive 7/8“-Steckverbinder verzichtet werden kann, lassen sich die Gehäuseabmessungen der Geräte verkleinern.

Das Beispiel der I/O-Module der Produktfamilie Axioline E in Schutzart IP67 zeigt, dass bis zu 25 % Platz eingespart werden (Bild 3). Wegen ihres geringeren Platzbedarfs lassen sich die Axioline-E-Geräte einfacher in die Maschine oder Anlage integrieren, deren Design sich ebenfalls kompakter gestaltet.

Eine höhere Packungsdichte sowie die Reduzierung der von der Maschine benötigten Stellfläche sind wesentliche Anforderungen des Maschinenbaus. Dort überzeugt der kompakte M12-Power-Steckverbinder während der Installation, denn er lässt sich besser in den Kabelkanal einführen.

Die kleineren Cut-outs im Maschinengestell vereinfachen die Arbeiten und senken darüber hinaus Kosten. Der M12-Power-Steckverbinder zeichnet sich ferner durch ein einheitliches Layout aus. Bis zu zweimal 12 A Stromtragfähigkeit ermöglichen zudem eine einfache und zielorientierte Feldinstallation. MM

* Dipl.-Ing. Christian Gemke ist Mitarbeiter im Market Management I/O Systems bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in 31812 Bad Pyrmont; Dipl.-Ing. Jörg Hohmeier ist Mitarbeiter im Product Marketing Pluscon Field & Installation bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG in 32825 Blomberg

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