Antriebstechnik Die Antriebe werden immer schlauer und effizienter
Das Antriebssystem der Zukunft ist intelligent, dezentral und vernetzungsfähig. Eine kooperative Netzwerkarchitektur löst hierarchische Techniken ab. Die Umsetzung erfolgt mit Mechatroniksystemen. Das intelligente und optimale Zusammenspiel von Mechanik, Elektronik und Software ist die Zukunft der Antriebstechnik.
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Klein, praktisch, vielseitig und seit Jahren im Alltag bewährt – das Schweizer Taschenmesser. „Mit ihm lässt sich vieles machen: eine Flasche Wein öffnen und sogar ein Fisch filetieren“, erklärt der Leiter für strategische Produkt- und Marktentwicklung im Bereich Elektromechanik bei der Lenze SE, Rune Friis-Knutzen. „Doch weder für das eine noch für das andere ist es das optimale Werkzeug. Sehr viel besser ist es, stets das richtige Werkzeug für die jeweilige Anwendung zu haben.“
Intelligenz in der Automatisierung wandert in den Antrieb
Ein Fördertechnikhersteller suchte nach einer für ihn passenden Lösung, um Zeit und Energie an einer Förderstrecke zu sparen, und die Firma Lenze aus Niedersachsen konstruierte für den Kunden eine intelligente, mechatronische Lösung. Und so sieht sie aus: Motor und Getriebe wurden kombiniert. Die simple Struktur des Netzmotors wurde mit den Vorteilen einer elektronischen Ansteuerung vereint. Elektronik und Software sind in den Antrieb integriert und verschmelzen mit der Mechanik zu einer Einheit.
Der Nutzwert für den Fördertechnikhersteller ist klar: Die Drehzahl des Motors wird intelligent und passgenau in Drehmoment übersetzt. Um Überdimensionierungen zu vermeiden, ist das Anlaufmoment viel höher. „Somit haben wir das Filiermesser für die horizontale Fördertechnik geschaffen“, sagt Friis-Knutzen stolz.
Die Intelligenz werde in der Automatisierung zunehmend in den Antrieb integriert. Das intelligente und optimale Zusammenspiel von Mechanik, Elektronik und Software sei die Zukunft der Antriebstechnik. Lenze biete als Hersteller kompletter Automatisierungssysteme Lösungen und betrachte die Funktionen der Steuerungs- und der Antriebstechnik ganzheitlich. Damit seien die Niedersachsen außerdem noch für eine vernetzte Produktion nach den Paradigmen von Industrie 4.0 vorbereitet und somit mit ihrem Gesamtsystem gut für die Zukunft gerüstet.
Die Antriebstechnik beinhaltet Mechanik, Elektronik und Software
Und nicht nur im Norden Deutschlands macht man das so. Auch im badischen Bruchsal erklärt sich die Zukunft der Antriebstechnik mit der Umsetzung mechatronischer Systeme. „Wir sehen den Trend, dass die Antriebsmechanik, also Getriebe und Motor, sowie die Antriebselektronik, also Frequenzumrichter und Motion Control, immer mehr zusammenwachsen“, erläutert der Leiter des Marktmanagements bei der SEW Eurodrive GmbH und Co. KG, Claus Wieder.
Energieeffizienz und Condition Monitoring seien in diesem Zusammenhang weitere wichtige Themen. Eine komplette Automatisierungslösung, in der Getriebe, Motoren und Steuerungstechnik integriert wurden, werde das Unternehmen am Beispiel einer Verpackungsmaschine im November in Nürnberg auf der Fachmesse SPS IPC Drives 2014 zeigen.
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