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Der erste intelligente Werkzeughalter
Nach den Entwicklungen beim Smart Gripping überträgt Schunk nun das gewonnene Know-how auf die Spannmittel. Auf der AMB stellt das Unternehmen Technologiestudien über intelligente Nullpunkt-Spannmodule, Kraftspannblöcke und Werkzeughalter vor. Ein Highlight werde das Hydro-Dehnspannfutter namens „iTendo“ sein – der weltweit erste intelligente Werkzeughalter, der den Zerspanungsprozess unmittelbar am Werkzeug überwacht und eine Echtzeitregelung der Schnittparameter ermöglicht. Dieser Werkzeughalter soll bereits 2019 auf den Markt kommen.
Bei seinen Innovationsprozessen im Rahmen der Digitalisierung verfolgt Schunk eine klare Strategie. „In der Schunk Smart Factory realisieren wir intelligente Prozessketten im Sinne einer smarten Produktion, in der wir theoretische Ansätze unmittelbar auf deren Praxistauglichkeit überprüfen. Sind die Ergebnisse positiv, folgt der nächste und sicherlich wichtigste Schritt: Wir stellen uns dem Markt und ermitteln Stimmungen und Stimmen zu unseren Technologiestudien“, ergänzt Schunk. Eine zukünftige Herausforderung sehe man in cloudbasierten Systemen. „Gerade bei Zerspanungsprozessen erkennen wir, dass das Streben nach vollständiger Transparenz auf Unternehmensebene dem Streben nach Datensicherheit entgegensteht. Wie viel und welche Cloud braucht die moderne Fertigung? Diese Frage wird uns sicherlich noch eine ganze Weile beschäftigen.“
Schnittstellen stellen keine Herausforderungen mehr dar
Auch der Werkzeughersteller Iscar beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Thema Industrie 4.0 und greift damit auf reichlich Erfahrung zu und kann sowohl die Problemstellungen der Kunden als auch deren Nutzen bewerten. Weil bereits im Konzern Richtlinien und Spezifikationen aufgestellt wurden, stellen Schnittstellen für Iscar auch keine Herausforderung mehr dar. „Wir können einzelne Lösungen digital miteinander verknüpfen und auf diese Weise zu einem System zusammenfassen. Für den prozesssicheren Datentransfer haben wir zudem eigene ERP-, CRM- und PDM-Lösungen entwickelt, die führend auf dem Markt sind“, sagt Erich Timons, CTO Iscar Germany GmbH .
Als Werkzeug-Hersteller sieht Iscar seine Aufgabe darin, Kunden je nach „Evolutionsgrad“ bei ihrer digitalen Transformation zu unterstützen – unter anderem bei der Analyse und Interpretation vorhandener Daten. „Dazu verfügen wir über eine Datenbank, in der wir jeden unserer Zerspanungsversuche gespeichert haben. Das heißt, wir können auf Millionen von Tests zugreifen, die wir auf einer Vielzahl unterschiedlicher Maschinen und mit ganz verschiedenen Bauteilen und Materialien je durchgeführt haben“, ergänzt Timons. Auf dieser Basis verbessert Iscar gemeinsam mit den Anwendern ihre Prozesse und betrachtet dabei alle Vorgänge rund um die Zerspanung. „Wichtig ist, bereits in der Übergangsphase nutzbare Systeme zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören unter anderem elektronische Kataloge oder unser Iscar Tool Advisor. Dieser bietet einen schnellen Zugriff auf Informationen zu Werkzeugauswahl, Schnittparametern und Bearbeitungsstrategien“, so Timons weiter.
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