Erneuerbare Energien

Die Leasingfinanzierung hat so manche Tücke

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Heinrichs: „Ich habe ein kompetentes Team und vielleicht können wir die Wartung komplett selbst übernehmen.“ Eine Anlage dieser Art laufe erst nach zwei Jahren optimal und noch wisse man nicht, wie die Kühlung im Hochsommer funktionieren wird.

Geothermieanlagen gelten als Gebäudeteile

15 Mio. Euro hat das Verwaltungsgebäude von Werner & Mertz gekostet – inklusive der alternativen Energieversorgungsanlagen. Während Windkraft- und Photovoltaikanlagen keine Gebäudeelemente sind und daher nicht geleast werden konnten, sieht es mit der Geothermieanlage anders aus.

Die Deutsche Anlagenleasing (DAL) hat das Verwaltungsgebäude samt Geothermieanlage für 20 Jahre an den Frosch- und Erdalhersteller verleast. Diese ist rechtlich gesehen ein Gebäudeteil und damit kann sie auch mit dem Gebäude geleast werden.

Nach Ablauf des Leasingvertrags will das Unternehmen das Gebäude kaufen. In der Zwischenzeit kann die Liquidität für die Produktion und andere betriebsnotwendige Funktionen genutzt werden.

Aus dem Dreiklang von Geothermie, Photovoltaik und Windkraft erzeugt Werner & Mertz aktuell 170 MWh Strom im Jahr – und braucht selbst nur 158 MWh. Während dieser alternativ erzeugte Strom jedes Jahr rund 160 t Kohlendioxid vermeidet, schaut es mit der Masse des Strombedarfs beim Produzenten von Putzmittel noch völlig anders aus.

Konventionell erzeugter Strom kann billiger eingekauft werden

„Wir brauchen 12 Mio. GWh im Jahr. Hierfür kaufe ich konventionell erzeugten Strom ein.“ Allerdings nutzt Heinrichs auch den Verbundeinkauf zusammen mit kooperierenden Firmen. Solche verhandelten Preise sind derzeit im Bereich der erneuerbaren Energie kaum zu realisieren.

Und so ist es kein Wunder, dass es heute für die Unternehmen noch nicht wirtschaftlich ist, den hohen Energieverbrauch für die Produktion mit selbst erzeugtem alternativen Strom zu decken.

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