Erneuerbare Energien

Die Leasingfinanzierung hat so manche Tücke

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Frank Lustermann, Senior-Projektmanager bei der Deutschen Anlagenleasing Structured Finance GmbH, die zum Sparkassenverbundsunternehmen Deutsche Leasing in Bad Homburg gehört, hat jedenfalls in über zehn Jahren Projekterfahrung bei regenerativen Energien noch keine entsprechende Anlage verleast, mit der der Leasingnehmer den Strom erzeugt, den er für seine eigene Produktion benötigt. Der konventionell erzeugte Strom konnte bislang eben billiger eingekauft werden – und das zählt im betriebswirtschaftlichen Kalkül bei Großverbrauchern.

Technisches Problem der Photovoltaik bleibt der Lastgang

Derzeit wirtschaftlich ist nach Lustermanns Erfahrung aufgrund der hohen Stromeinspeisevergütungen der selbst erzeugte und ins Netz gespeiste Strom aus Photovoltaikanlagen. Allerdings sinkt die hohe Einspeisevergütung zum 1. Juli 2011 bei Dachanlagen und ab dem 1. September 2011 – größenabhängig – bei Freiflächen.

Insgesamt könne es sich jetzt schon gut rechnen, den eigenen Strom für den eigenen Bedarf zu erzeugen und den Überschuss ins Stromnetz abzugeben. Der Zeitenwechsel in der Stromversorgung steht an.

Technisches Problem bei der Photovoltaik ist jedoch der Lastgang. „Der Strom ist dann zu verbrauchen, wenn er anfällt“, erklärt der Finanzierungs- und Energieprojektexperte Lustermann. „Die Batterietechnik auf Nickel-Cadmium-Basis ist noch zu teuer. Die Speichertechnik ist in der Entwicklung.“ Die bisherigen Brennstoffzellenprojekte seien bislang teure Pilotprojekte.

Blockheizkraftwerke in zehn Jahren abschreiben

Für ein sehr interessantes Modell hält Lustermann Blockheizkraftwerke, um den eigenen Strom für die Produktion zu erzeugen. Bioethanol oder Biogas auf Erdgasqualitätsniveau wären mögliche benötigte Rohstoffe hierfür. Strom und Wärme können gleichzeitig genutzt werden.

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