Messtechnik Die Mikrobiologie in Kühlschmierstoffen schneller und besser beherrschen

Redakteur: Udo Schnell

Mit Fluid-Safe stellt Rhenus Lub ein automatisches Gerät vor, das über herkömmliche Parameter hinaus den mikrobiologischen Zustand von Kühlschmierstoff-Emulsionen misst und die Daten online übertragen kann. Mit diesem Messinstrument können Anwender in der Metall verarbeitenden Industrie Vorteile bei der Überwachung und Einstellung von wassermischbaren Kühlschmierstoffen erzielen.

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Fluid-Safe ist ein automatisches Gerät, das über herkömmliche Parameter hinaus den mikrobiologischen Zustand von Kühlschmierstoff-Emulsionen misst und die Daten online übertragen kann.
Fluid-Safe ist ein automatisches Gerät, das über herkömmliche Parameter hinaus den mikrobiologischen Zustand von Kühlschmierstoff-Emulsionen misst und die Daten online übertragen kann.
(Bild: Rhenus-Lub)

Messtechnik – us. Wassermischbare Kühlschmierstoffe enthalten, wie das Mönchengladbacher Unternehmen Rhenus Lub erläutert, naturgemäß Stickstoff- und Phosphorverbindungen, die einen idealen Nährboden für den Befall durch Bakterien bilden. Ohne entsprechende Pflege könne rasche eine Mischflora aus unterschiedlichen Bakterienarten, aber auch Schimmelpilzen, entstehen, die den Einsatz von Desinfektionsmitteln erfordert – oder aber eine so genannte Stoßkonservierung durch die Zugabe eines Formaldehyddepots.

Bakterien und Pilze ernähren sich zudem oftmals von Additiven, die Hersteller hinzufügen, um bestimmte Produkteigenschaften zu erzielen. Das bedeutet laut Rhenus Lub, dass ein Bakterienbefall vor allem auch die Funktionsfähigkeit von Kühlschmierstoffen gravierend beeinträchtigen kann. Im schlimmsten Fall müssess die gesamte Emulsion ausgetauscht werden, was aufwändige und kostspielige Produktionsunterbrechungen zur Folge habe.

Alarmsignal „Montagsgeruch“

Anwender wie Instandhalter, Fluid Management-Verantwortliche und Kühlschmierstoffbeauftragte fürchten den so genannten „Montagsgeruch“ als olfaktorisches Alarmsignal, dass die Emulsion bakteriologisch gelitten haben könnte, heißt es weiter. Bislang sandten sie Proben der gefährdeten Emulsion mittels Kurier oder Lieferdienst zur Analyse in das Mönchengladbacher Labor von Rhenus Lub. Die Resultate der Untersuchungen seien dem Absender digital oder per Fax übermittelt worden.

Die Werte gaben und geben Anwendern in der Metall verarbeitenden Industrie wichtige Informationen, um die Nachsetzraten ihrer Fluide exakt ausführen und die Kühlschmierstoffe stabilisieren zu können, so Rhenus Lub. Der Nachteil bislang: Transport und Analyse erfordern einen Zeitaufwand von wenigstens 48 Stunden, überwiegend für die physische Beförderung der Probe ins Labor.

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