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Maschinen für die spanende Bearbeitung

Die Pendelbearbeitung reduziert Nebenzeiten

| Redakteur: Carmen Kural

Ein Fahrständer-Bearbeitungszentrum mit feststehendem Tisch und integriertem Rundtisch bietet zahlreiche Verfahrwege der drei Hauptachsen.

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Eine herausnehmbare Trennwand teilt den Arbeitsraum – hier bei einer Maschine des Typs ZVH55/L9000.
Eine herausnehmbare Trennwand teilt den Arbeitsraum – hier bei einer Maschine des Typs ZVH55/L9000.
(Bild: Ibarmia Werkzeugmaschinen)

Der spanische Werkzeugmaschinenhersteller Ibarmia führt im Rahmen der auf der EMO Hannover präsentierten Weltpremiere des Konzepts Ibarmia Design 2020 zwei Maschinen der nächsten Generation vor, in die zahlreiche Neuentwicklungen integriert sind: darunter das Fahrständer-Bearbeitungszentrum, das unter der Typenbezeichnung ZVH58/L4000 Extreme angeboten wird.

Die flexibel konzipierte Maschinenarchitektur bietet den Angaben zufolge eine große Anzahl von Verfahrwegen der drei Hauptachsen. Dazu kommt ein kraftvoller NC-Schwenkkopf, der Haltekräfte bis 9000 Nm aufbringt.

Die herausnehmbare Trennwand und eine spezielle Non-Stop-Machining- Steuerungssoftware macht die sogenannte Pendelbearbeitung möglich. Dabei laufen parallel zum eigentlichen Bearbeiten vor- und nachbereitende Prozesse ab, sodass Nebenzeiten reduziert werden können: zum Beispiel durch hauptzeitparalleles Bestücken der Maschine im einem zweiten Bearbeitungsraum.

Der in den Arbeitsraum integrierte Rundtisch hat einen Durchmesser von 1000 mm. Er ist für Belastungen bis 3500 kg ausgelegt und komplettiert die Maschine den Angaben zufolge zu einer leistungsfähigen 5-Achs-Maschine. Alle Achsen sind mit direkten Wegmesssystemen ausgestattet und bieten – so das Unternehmen – eine absolut hohe Genauigkeit. Werkstücke können bis zu einem Störkreis von 1400 mm Durchmesser gedreht und bearbeitet werden.

Die Motorspindel soll hohe Geschwindigkeit und Kraft vereinen. Sie ist für Drehzahlen bis 12.000 min-1 ausgelegt und erbringt Leistungen bis 74 kW bei Drehmomenten bis 452 Nm. Die Eilgänge der Linearachsen mit Geschwindigkeiten bis 45 m/min und hohe Zerspanungsraten machen das Fahrständer-Bearbeitungszentrum Ibarmia zufolge zu einer hochdynamischen und präzise arbeitenden Maschine.

Die auf der EMO Hannover präsentierte Maschine ist mit der neuesten Version der Steuerung des Typs TNC640 HSCI von Heidenhain ausgestattet sowie mit einer über Funk laufenden Werkstück- und Werkzeugüberwachung – ebenfalls von Heidenhain – und der Kollisionsüberwachung CMS 100 von Brankamp.

Ein mitfahrendes Werkzeugmagazin sorgt für eine schnelle Werkzeugbereitstellung.

Die robuste Ausführung der gesamten Maschine wird besonders hervorgehoben.

Ibarmia Werkzeugemaschinen auf der EMO Hannover 2019: Halle 13, Stand B56

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