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Hannover Messe 2017

Die Top-10 der Zulieferer steht fest

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Glasmontage und smarte Individualteil-Fertigung

7. Jäger Gummi und Kunststoff ist ein weiterer Top-10-Player im Rahmen der Industrial Supply. Ein spezielles Rohrverbindersystem hat die Jury überzeugen können, so die Deutsche Messe. Das Besondere ist, dass man damit gefahrlos und einfach Glasrohre montieren könne, und das bei höherem Arbeitsdruck als bisher ohne Zusatzwerkzeug.

Die Wirtschaftlichkeit erklärt sich aus dem Zeitgewinn bei der Montage. Weil das System wieder verwendet werden könne, amortisiere es sich vergleichsweise rasch. Umwelttechnisch gesehen punktet es durch seine gute Recycelbarkeit. Parallel dazu leistet es bei der Gewinnung von Biomasse einen Beitrag zur Effizienzsteigerung in einem Leitungssystem, wie es heißt.

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8. Mit Pöppelmann ist ein weiterer Kunststoffspezialist auf dem zehnstufigen Siegertreppchen angekommen. In Kooperation mit Arburgs Spritzgieß-Know-how gelinge die vernetzte Herstellung eines individualisierten Kunststoffteils. Genauer gesagt, eines Kofferanhängers, den sich jeder Besucher auf der Messe fertigen lassen könne. Diese Idee markiert eine erfolgreiche Massenfertigung individueller Bauteile, heißt es weiter. So könnte in Zukunft auch Losgröße 1 wirtschaftlich vom Band laufen. Nicht zuletzt zeige man mit diesem ausgeklügelten Industrie-4.0-Beispiel, wie mithilfe einer durchgängigen Vernetzung Zeit, Material und Energie gespart werden könnten.

Kohlenstoff schafft Biomasse

9. Schunk Carbon Technology hat es geschafft eine kohlenstoffbasierte Diamantelektrode aus der Taufe zu heben. Diese widerstehe Oxydationsreaktionen besser und vereinfache die Herstellung dieser Art Elektroden deutlich, was auch Kosten spare. Hochpreisige Trägersubstrate, wie sie bisher nötig waren, können damit, wie es heißt, durch dieses günstigere Kohlenstoff-Pendant ersetzt werden. Vom Nischendasein könnte das den Durchbruch hin zum großindustriellen Einsatz bedeuten. Mit dieser Elektrodenvariante kann bei der Wasseraufbereitung nun auf umweltgefährdende Chemikalien verzichtet werden, wie die Deutsche Messe betont.

10. Das I-Kal System, welches das Kunststoffwerk Zitta ersonnen hat, geht laut Jury deutlich über den bisherigen Stand der Technik hinaus, wenn es um die Herstellung thermoplastischer Hohlkammerprofile geht. Erstmals werde es damit möglich, die Extrudate auch auf von der Innenseite her zu kalibrieren, was Konstrukteuren neue Freiheiten gebe. Weil die Extrusionstechnik von Profilen in den Bereich der Massenfertigung fällt, geht man davon aus, dass sich das System aufgrund seiner wirtschaftlichen Vorteile in vielen Branchen schnell durchsetzen wird. Primär sei I-Kal als reines Fertigungssystem zu betrachten. Die so verarbeiteten Thermoplaste blieben hochwertiger und im Vergleich zu üblichen Methoden besser rezyklierbar.

Folgende Experten gehörten der Jury an:

  • Prof. Dr.-Ing. Bernd-Arno Behrens, Leiter des Instituts für Umformtechnik und Umformmaschinen, IFUM – Leibniz Universität Hannover;
  • Prof. Dr.-Ing. Kirsten Bobzin, Institut für Oberflächentechnik im Maschinenbau der RWTH Aachen;
  • Prof. Dr.-Ing. Hans Jürgen Maier, Direktor des Instituts für Werkstoffkunde IW – Leibniz Universität Hannover;
  • Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut, Leiter des Laboratoriums für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF®) der Universität Paderborn.

MM

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