Konstruktionselemente

Die Welt der Kugellager ist nicht genug

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2005 offizielle Verkündung der Plattformstrategie

Mit dem Erwerb des Weltmarktführers für Schmiersysteme, der Willy Vogel AG, schließt SKF den Portfoliokreislauf. Warum sich ein Wälzlagerhersteller für Schmierung interessiert, liegt auf der Hand: „Der häufigste Grund dafür, dass ein Lager ausfällt, ist mangelnde beziehungsweise falsche Schmierung“, weiß Manfred E. Neubert, einstiger Vorstandssitzender der Vogel-Gruppe und heutiger Geschäftsführer der SKF GmbH in Schweinfurt. Im vorangegangenen SKF-Meilensteininterview verriet Neubert, dass unter anderem die richtige Schmierung sowie reibungsminimierte Lager nicht nur den Energieverbrauch senken, sondern zudem bares Geld sparen.

Offiziell verkündet SKF die Plattformstrategie schließlich im Jahr 2005. Um seine Kompetenzen und Marktchancen entlang der fünf Plattformen zielgerichtet zu erweitern, füllt das Unternehmen noch vorhandene „Lücken“ in den einzelnen Kompetenzfeldern auch in der Folgezeit konsequent auf: 2006 wird der österreichische Dichtungsspezialist Economos in die SKF-Familie integriert, wodurch das Unternehmen spezielle Fertigungsverfahren und führendes Werkstoff-Know-how hinzugewinnt.

Seit der Akquisition des Schmiersystemherstellers Lincoln im Jahr 2010 verfügt SKF über das weltweit größte Schmiersystemangebot. 2013 wurde mit Kaydon ein diversifizierter Industriehersteller mit Geschäftsbereichen für Reibungskontrollprodukte (hauptsächlich Lager), Geschwindigkeitskontrollprodukte sowie für spezielle Produkte und Dienstleistungen (unter anderem für den Umweltschutz) in die SKF-Gruppe aufgenommen.

Ergänzendes zum Thema
Effizienzsteigerung durch Synergieeffekte
Vom Lager zur Plattformstrategie

SKF-Lager

  • Durch reibungs- und gewichtsminimierte Getriebelager kann ein Pkw – im Vergleich zu Standardlagern – 5,5 bis 8,2 g CO2 pro Kilometer sparen.

SKF-Dichtungen

  • Mit diesen Dichtungslösungen ließ sich in einer Stahlfabrik der Schmierfettverbrauch um 50 % reduzieren – man spart so jährlich 125.000 Euro ein.

SKF-Schmiersysteme

  • Mit dem Öl-Mikrodosiersystem werden die Schmiermittelmengen durch eine bedarfsgerechte Schmierung minimiert.
  • Zudem entfällt die energieintensive Drucklufterzeugung, was im Jahr bis zu 590 Euro pro Werkzeugspindel einspart.

SKF-Mechatronik

  • Weil Pneumatik Geld kostet, testet SKF gemeinsam mit Volvo Busses Linearaktuatoren, die bis zu 90 % weniger Energie verbrauchen als pneumatische Lösungen und den Kraftstoffverbrauch um knapp 2 % senken.

SKF-Dienstleistungen

  • Im Rahmen des Documented-Solutions-Programms prognostiziert und verifiziert SKF die Einsparungen, die die Kunden erzielen.

Auch im vergangenen Jahr kommt mit Blohm + Voss Industries ein renommierter Schiffszulieferer hinzu, wodurch der Konzern seine Position im Schiffbau stärkt und sein Portfolio für diese Branche erweitert. Dieser durchgetaktete Rundumschlag an Know-how-Erweiterung hat dazu geführt, dass SKF heute über 40 verschiedene Industriezweige beliefert – längst nicht mehr nur mit maßgeschneiderten Lagern und Lager-einheiten, sondern auch mit Dichtungen, Mechatronik, Schmiersystemen und ihnen mit Dienstleistungen beratend zu Seite steht.

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