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Das Unternehmen fertigt zudem Dichtungslösungen für hydraulisch betätigte Verstellpropellernaben. Die chemikalienbeständigen Abdichtungen verringern das Risiko von Undichtigkeiten und schützen dadurch die Umwelt. Traditionell werden Schiffsschrauben auf einem konischen Wellenende mit Mutter und Keil montiert. Das Drehmoment wird durch die Reibung der Passflächen übertragen und der Keil sorgt bei unzureichender Reibung für eine Stand-by-Funktion. In Kombination mit einem Hydraulikring oder einer Hydraulikmutter löst das SKF-Druckölverfahren diese Probleme und macht gleichzeitig den Einsatz von Keilen und Keilnuten überflüssig.
Dieses Verfahren wird weltweit von führenden Klassifizierungsgesellschaften anerkannt; für sämtliche Schiffstypen gibt es bereits Hunderte von Referenzen.
Dienstleistungen: Der Maschinenfuß SKF Vibracon unterstützt eine zuverlässige Ausrichtung und zudem die einfache Installation von Lagergehäusen und anderen Maschinenelementen. Die Blöcke lassen sich präzise einstellen und nehmen Schiefstellungen zwischen Maschine und Fundament auf; dadurch kann auf eine aufwendige mechanische Bearbeitung des Fundaments beziehungsweise auf die Aufstellung von Epoxidharzblöcken verzichtet werden. Die SKF-Spezialisten führen dynamische, statische und geometrische Messungen für alle Komponenten des Antriebsstrangs sowie für andere umlaufende Schiffsmaschinen durch. Die erforderlichen Ausrichtungsarbeiten können im Dock oder im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Dabei kann es sich um planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen handeln oder auch um einen Rund-um-die-Uhr-Störungsservice an einem beliebigen Ort auf der Welt.
Schmiersysteme: Für große Schiffsdieselmotoren stellt SKF unter anderem Zylinderschmiersysteme für Zweitaktmotoren her, die belastungsabhängig arbeiten. Die Elektro-Hydraulikanlage CLU4 synchronisiert die Schmierung mit der Kolbenposition. Dadurch ist der Schmierstoffbedarf um bis zu 30 % niedriger als bei mechanischen Systemen.
Mechatronik: Die kompakte SKF Electronic Steering Input Unit (ESIU) basiert auf dem Steer-by-Wire-Prinzip, das sich bereits in der Luftfahrt bewährt hat. Für die ESIU müssen keine Hydraulikschläuche verlegt werden und der Einbauort ist relativ frei wählbar. Dadurch haben die Schiffskonstrukteure mehr Spielraum bei der Planung; zudem werden Ergonomie und Komfort verbessert.
Seit Wingqvists zweireihigem Pendelkugellager hat SKF die Grenzen des technisch Machbaren immer wieder erweitert. Heute gibt der einstige Lagerlieferant seinen Kunden Lösungen an die Hand, die das Resultat von Synergien aus fünf benachbarten Kompetenzfeldern sind.
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