Cobots

Die Zukunft der echten Cobots steht bevor

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Leichte Bedienbarkeit als entscheidender Wettbewerbsvorteil

Die intelligentesten Sensoren und Systeme werden sich nur schwer durchsetzen können, wenn ihre Implementierung, Programmierung und Benutzung mit zu hohem Aufwand verbunden ist. Neben der Reife und Verfügbarkeit neuer Technologien wird daher auch deren leichte Bedienbarkeit eine wichtige Säule für den Erfolg der kollaborierenden Robotik darstellen. Doch dank benutzerfreundlicher Programmierschnittstellen und der immer besseren Kompatibilität und Installierbarkeit von Endeffektoren entwickelt sich die kollaborierende Robotik immer mehr hin zu einer Plug-&-Play-Techik.

Unternehmen wie Robotiq haben es sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz kollaborierender Roboter für Endanwender noch einfacher zu gestalten, indem sie die mit dieser Technik verbundenen Implementierungsprozesse und Programmierungen weiter vereinfachen. Voraussetzungen wie grafische Interfaces, USB- Schnittstellen und automatische Konfiguration ermöglichen es den Endnutzern, intuitiver und schneller mit ihren Robotern zu interagieren. Denn diese Installations- und Bedienhilfen können für Endanwender bei der Auswahl der für ihre Anforderungen geeignetsten Robotiklösung das Zünglein an der Waage sein.

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Lernfähigkeit kollaborierender Roboter wird stets weiter optimiert

Doch auch dafür hat die Technik die notwendige Entwicklungsstufe schon erreicht: Bewegungsabläufe und somit Arbeitsschritte vieler kollaborierender Roboter lassen sich bereits heute im laufenden Betrieb programmieren oder anpassen. Möglich wird dies durch moderne Lernmodi, wie sie beispielsweise auch bei den Roboterarmen von Universal Robots zum Einsatz kommen. So lassen sich diese mittels eines einfachen Knopfdrucks in einen Lernmodus versetzten: Die Getriebe der sechs Gelenke schalten hierdurch in den Leerlauf und der Roboterarm kann von Hand in die benötigte Position bewegt und Wegpunkte für den gewünschten Bewegungsablauf gesetzt werden. Auch diese Lernfähigkeit kollaborierender Roboter wird stets weiter optimiert: Mit Instrumenten, wie dem Kraft-Momenten-Sensor von Robotiq, muss dem Roboter nicht länger jeder einzelne Wegpunkt exakt eingegeben werden. Der Arbeiter nun seinen Arbeitsablauf im Fluss aufzeichnen, speichern und abspielen: Der Roboter fährt diesen dann automatisch 1:1 nach.

Die direkte Mensch-Roboter-Kollaboration steht in den Startlöchern, um ihren weltweiten Siegeszug durch alle Sphären der industriellen Fertigung anzutreten. Noch hat die Branche wenig Erfahrung mit kollaborierenden Anwendungen und in der Industrie gibt es erst wenige Praxisbeispiele, die sich als Referenzen für diese Technologie heranziehen lassen. Auch wenn die meisten Anwendungen, die auf eine direkte Mensch-Roboter-Kollaboration hinzielen, sich heute noch in ihren Testphasen befinden oder für einfache Demonstrationen verwendet werden, befindet sich die Technologie kurz vor der breiten Marktreife und -durchdringung.

* Samuel Bouchard ist Geschäftsführer von Robotiq in G7A 2N1 Lévis (Quebec/ Kanada), Tel. (00 1-4 18) 3 80 27 88, samuel@robotiq.com

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