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Cobots

Die Zukunft der echten Cobots steht bevor

| Autor / Redakteur: Samuel Bouchard / Victoria Sonnenberg

MRK-Anwendungen mit intelligenten Greifern können lernfähig sein und sich jeweils der Form anpassen, die sie greifen soll.
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MRK-Anwendungen mit intelligenten Greifern können lernfähig sein und sich jeweils der Form anpassen, die sie greifen soll. (Bild: Robotiq)

Laut eines kanadischen Unternehmens steht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine kurz vor einem historischen Schritt: dem Schritt vom bloßen Nebeneinander zwischen Arbeiter und Roboter hin zur reinen, direkten Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK).

Bei der Mehrheit der Roboter, die bislang in unmittelbarer Nähe zum Menschen zum Einsatz kommen, handelt es sich heute noch um klassische, althergebrachte Roboterarme. Zwar können diese oft schon ohne massive Schutzumhausungen eingesetzt werden, dennoch ist es notwendig, sie mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen auszustatten, um die Sicherheit ihrer menschlichen Kollegen zu gewährleisten. Solche Anwendungen sind schon platzsparender, günstiger und sicherer als andere, sperrige Automatisierungslösungen, doch durch die notwendigen Schutzmaßnahmen, schöpfen sie das volle Potenzial der kollaborierenden Robotik nicht vollkommen aus. Die sogenannten Cobots verfügen bereits über die richtigen Voraussetzungen, um Anwendungen zu Realität werden zu lassen, in denen Roboter und Mensch Hand in Hand an denselben Aufgaben arbeiten.

Trend in Richtung Zunahme direkter MRK-Anwendungen

Diese Art der Zusammenarbeit kann laut Robotiq als direkte Mensch-Roboter-Kollaboration bezeichnet werden – in Abgrenzung zum bislang verbreiteten Nebeneinander von Mensch und Roboter. Anwendungen in der direkten Mensch-Roboter-Kollaboration sind Stand heute in der Praxis noch eher selten. Doch die technischen Voraussetzungen sind gegeben. Zahlreiche Anwendungen für direkte MRK werden bereits aktiv getestet und befinden sich kurz vor der Marktreife und so weist der Trend deutlich darauf hin, dass die Anzahl direkter MRK-Anwendungen in der nahen Zukunft mehr und mehr zunehmen wird. Die Phase der Demokratisierung, in der die Entwicklung von MRK-Anwendungen exponentiell zunimmt und es zu einer immer höheren Bekanntheit und einem besseren Verständnis der kollaborierenden Robotertechnologie kommt, ist bereits in vollem Gange. In den kommenden drei bis fünf Jahren soll ihr laut Robotiq eine zweite Phase folgen, in der die direkte Mensch-Roboter-Kollaboration zum weit verbreiteten Standard in der industriellen Fertigung wird.

Mit dem fühlenden Roboter geht der Mensch auf Tuchfühlung

Mit verschiedenen Sensoren und Zubehörteilen ist es unlängst machbar, Robotern zu einem gewissen Grad Sinne zu verleihen. So wird es dem Menschen zunehmend möglich, mit dem Roboter unmittelbar auf Tuchfühlung zu gehen und ihn physisch zu steuern. Der Roboter wiederum reagiert nicht nur auf die Bewegungen seines menschlichen Kollegen, er kann sich zudem an Werkgegenstände herantasten und flexibel auf externe Umwelteinflüsse reagieren: Eine solche Anwendung wurde beispielsweise vom Robotiq-Partner Alumotion entwickelt und im Frühjahr 2016 auf der italienischen Technologiemesse Mecspe vorgeführt: Die Anwendung besteht aus einem kollaborierenden UR5 Roboterarm von Universal Robots, dem dänischen Pionier im Bereich der Leichtbaurobotik. Dieser kann bedenkenlos, nur mit minimaler oder sogar ganz ohne Schutzumhausung neben dem Menschen zum Einsatz kommen (nach einer vorher erfolgreich durchgeführten Risikobeurteilung).

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