Nachhaltigkeit Diese 30 Industrie-Anlagen stoßen am meisten CO2 aus

Von Melanie Krauß 2 min Lesedauer

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In einer aktuellen Untersuchung zeigt der WWF, welche Industrieanlagen in Deutschland am meisten CO2-Emissionen verursachen. Welche das sind, zeigen wir Ihnen im Überblick.

Der WWF hat zusammengetragen, welche Industrieanlagen in Deutschland am meisten CO2 ausstoßen. (Bild:  ABCDstock - stock.adobe.com)
Der WWF hat zusammengetragen, welche Industrieanlagen in Deutschland am meisten CO2 ausstoßen.
(Bild: ABCDstock - stock.adobe.com)

Ein Drittel der Emissionen des Industriesektors werden von den 30 am stärksten verschmutzenden Industrieanlagen verursacht. Das zeigt eine aktuelle Analyse des WWF Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut e.V. Die 30 Unternehmen tragen zudem insgesamt 8 Prozent zu den Gesamtemissionen Deutschlands bei. Mit ihrer Untersuchung will die Stiftung darauf aufmerksam machen, welchen Einfluss einzelne Unternehmen darauf haben, ob Deutschland seine Klimaziele erreichen kann oder nicht.

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Für seine Analyse stützt sich der WWF auf Daten, die im Rahmen des europäischen Emissioneshandelssystems erhoben werden.

Nicht überraschend: Die Anlagen, die am meisten Emissionen verursachen, werden in der Eisen- und Stahlerzeugung betrieben. Aus dieser Branche stammen die Plätze eins bis dreizehn. Insgesamt emittierte die Stahlindustrie laut WWF 2022 51 Millionen Tonnen CO2. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand die Zement- und Kalkherstellung (27 Millionen Tonnen CO2) und schließlich auf Platz drei die Chemieindustrie (14 Millionen Tonnen CO2).

Das sind die 30 Unternehmen im Überblick

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So reduziert die Industrie ihre Emissionen

Aus dem Bericht geht jedoch auch hervor, dass die große Mehrheit der genannten Unternehmen (24 von 30) ihre CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr reduzieren konnte – zum Teil auch deutlich um bis zu 32 Prozent. Den größten Rückgang insgesamt gab es dabei in der Chemieindustrie. Hier reduzierten sich die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent.

Der WWF identifiziert in seiner Analyse als Grund dafür die hohen Erdgaspreise. Damit verbunden sei auch die Produktion zurückgegangen und entsprechend die Emissionen. Nicht zur Sprache kommen hingegen die Anstrengungen, die Industrieunternehmen bereits jetzt unternehmen, um nachhaltiger und damit zukunftsfähig zu sein.

So startete Thyssenkrupp Steel beispielsweise im März diesen Jahres ein großes Dekarbonisierungsprojekt. Für den Standort Duisburg wurde eine wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlage in Auftrag gegeben. Zukünftig sollen damit über 3,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden können. Bis 2030 will das Unternehmen mehr als 30 Prozent seiner Emissionen vermeiden, bis 2045 komplett klimaneutral produzieren.

Die politischen Rahmenbedingungen für die Transformation sind alles andere als klar. Bernhard Osburg, CEO bei Thyssenkrupp Steel, machte jedoch bei einer Veranstaltung im März bereits deutlich: „Ich kann nicht warten, weil ich weiß, dass 2023 mein jetziges Geschäftsmodell beerdigt sein wird.“ Daher gibt das Unternehmen Vollgas – trotz möglicher finanzieller Risiken und Unklarheiten. Seiner Verantwortung und Bedeutung für den Klimawandel ist man sich bewusst.

Auch Dillinger ist im Ranking von WWF vertreten. Der Stahlhersteller hat Ende 2022 einen 3,5 Milliarden Euro schweren Plan vorgelegt, um auf eine Stahlproduktion mit Wasserstoff umzusteigen. So sollen ab 2027 im Saarland jährlich 4,9 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Klimaschutz geht alle etwas an

Doch nicht nur die „Großen“ – oder die „Dirty Thirty“, wie WWF sie nennt – machen sich Gedanken. Zahlreiche Projekte in der Industrie zeigen, das sich Betriebe aller Größen und Branchen mit der Frage beschäftigen, wie sich möglichst viel CO2 einsparen lässt. Einige Beispiele haben wir hier für Sie zusammengetragen:

Tipp

Sie interessieren sich für das Thema Nachhaltigkeit in der Industrie? Schauen Sie doch mal in unserem Themenkanal „Nachhaltigkeit & Energie“ vorbei. Hier halten wir Sie über die neusten Entwicklungen in der Branche auf dem Laufenden.

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