Werkzeugtechnik

Diese Metav-Highlights rütteln Werkzeug- und Formenbauer wach

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Ungleiche Drallwinkel beruhigen den Fräsprozess

Auf die klassische Steigerung der Produktivität setzt nun wieder eine schwäbische Hartmetall-Werkzeugfabrik: Die Paul Horn GmbH aus Tübingen. Sie präsentiert einen neuen Vollhartmetall-Schaftfräser, dessen Hochleistungsgeometrie sich besonders für das HPC-Fräsen (High Performance Cutting) von hochfesten Stählen mit hohen Zeitspanvolumina eignet. Insbesondere bei dynamischen Schruppbearbeitungen sowie bei klassischen Schruppzyklen spielen die Fräser ihre Stärken aus, erklärt Philipp Dahlhaus, Leiter Produktmanagement, bei Paul Horn.

Der Tübinger Werkzeugspezialist hat bei der Neuentwicklung an vielen Stellschrauben gedreht: Bewusst deshalb besitzen die Fräser unterschiedliche Drallwinkel. Man profitiert vom Effekt einer ungleichen Zahnteilung, der auch beim sehr schnellen Fräsen für eine hohe Laufruhe sorgt. Auch beim Schlichten punktet dieses Konzept. Denn so führt die hohe Laufruhe beispielsweise beim Umsäumen zu sehr guten Oberflächen am Werkstück. Außerdem verbesserten sie die Stirngeometrie, um so den Schnittdruck beim Eintauchen in eine Helix oder in der Rampe zu reduzieren. Die verbesserten Spanräume sorgen für eine hohe Prozesssicherheit in Sachen Spanformung und -abfuhr.

Ein Hitzeschild verlängert das Werkzeugleben

Das HPC-Fräsen mit hohen Zeitspanvolumen in hochfesten Stählen gelingt außerdem nur dann optimal, wenn die Werkstofffrage nicht vernachlässigt wird. Horn setzt deshalb auf neue Hartmetallsubstrate und neue Beschichtungsverfahren. So bestehen die Fräser aus der Hartmetallsorte ES3P und erhalten eine Hipims-Beschichtung. Dabei handelt es sich dabei um das sogenannte „High Power Pulsed Magnetron Sputtering“, das Metallschichten mithilfe eines sehr kurz gepulsten Plasmas auf die Werkzeugkontur aufträgt.

Für das Verfahren spricht, dass es den Aufbau von sehr dichten, kompakten sowie gleichzeitig sehr harten und zähen Beschichtungen ermöglicht, erklärt Dahlhaus. Die Schichten besitzen eine sehr homogene Struktur und sind auch bei komplexen Werkzeuggeometrien als stets gleichmäßig dicke Schicht vorhanden. Die Beschichtung haftet außerdem sehr gut, was die Schneidkantenstabilität erhöht. Eine nicht zu vernachlässigende Eigenschaft ist auch die hohe Temperaturbeständigkeit der Beschichtung, was sie quasi zu einem Hitzeschild macht, der die Wärmeeinleitung in den Werkstoff senkt und so die Standzeit des Werkzeugs verlängert.

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