In gut drei Wochen startet die Formnext 2022 in Frankfurt/Main. Auf der Leitmesse für Additive Fertigung werden vom 15. bis 18. November über 730 Aussteller ihre Produkte präsentieren. Welche neuen 3D-Druck-Verfahren, 3D-Drucker, 3D-Drucker-Komponenten, Werkstoffe, Plattformen und Services gezeigt werden, lesen Sie hier.
Wie schon 2021, wird die Formnext 2022 live in Frankfurt/Main stattfinden.
AIM3D stellt sein zum Patent angemeldetes Voxelfill-Prinzip vor, welches das Composite Extrusion Modeling (CEM) optimiert. Damit können inhomogene Festigkeitswerte in Z-Richtung überwunden und definierte selektive Dichten im Bauteil erreicht werden. Beim Voxelfill-Ansatz werden Bauteile nicht mehr ausschließlich schichtweise aufgebaut, sondern durch den Einsatz von sogenannten Voxeln als Volumenbereiche schichtübergreifend gefüllt. Halle 12.1, Stand E81
Liquid Metal Printing (LMP) zur Herstellung endkonturnaher Metallbauteile
Die Grob-Werke sind in den 3D-Druck eingestiegen und präsentieren mit der GMP300 ihr Fertigungsverfahren Liquid Metal Printing (LMP) zur Herstellung endkonturnaher Aluminiumbauteile. Dabei wird Aluminiumdraht aufgeschmolzen. Das flüssige Aluminium fällt als Tropfen auf einen in x/y-Richtung verfahrbaren Kreuztisch. Durch Anheben des Druckkopfs erfolgt der Aufbau in z-Achse. Beim LMP-Verfahren handelt es sich um einen Mikrogießprozess mit keinem oder nur geringem thermischen Verzug. Er erzeugt ein homogenes Mikrogefüge bei Streckgrenzen, die gleich oder zum Teil auch über den Werten des Ausgangsmaterials in Drahtform liegen. Halle 11.0, Stand C51
Desktop Metal stellt den Sand-3D-Drucker S-Max Flex vor. Das neue Modell der Tochterfirma Exone kombiniert einen preisgünstigen Industrieroboter mit einem neuartigen Endeffektor-Druckkopf. Dieser jettet Furan-Binder auf Standard-Quarzsand in einer teleskopierbaren Baubox, die mit dem schichtweisen Aufbau der Teile wächst. Die verwendete Single-Pass-Jetting-Technologie erreicht dabei eine Baurate von 115 Liter pro Stunde und liefert Sandmodelle für die Gießereiindustrie mit einer Maßgenauigkeit von 0,5 Millimetern. Halle 12.0, Stand D101
Kunststoff-3D-Drucker für den Mikrobereich
Boston Micro Fabrication (BMF) präsentiert erstmals seine 3D-Drucker der Micro-Arch-Serie auf der Formnext. Sie beruhen auf dem eigen entwickelten und patentierten Verfahren der Projektions-Mikro-Stereolithografie (PµSL), das die Vorteile des Digital Light Processings (DLP) und der Stereolithografie (SLA) verbindet. Durch einen Lichtblitz wird hierbei die schnelle Photopolymerisation einer ganzen Schicht von Kunstharz ausgelöst. Die Auflösung der Optik, die Präzision der mechanischen Komponenten, die Belichtungssteuerung und die daraus resultierende Aushärtung ermöglichen Auflösungen bis zu 2 Mikrometern und eine Maßstabstreue von +_10 Mikrometern. Ein offenes, uv-härtbares Materialsystem ermöglicht zahlreiche Eigenschaften an. Neben technischen und biomedizinischen Kunststoffen können auch Hydrogele und Verbundharze verwendet werden, die Keramik- oder Metallpartikel enthalten. Halle 11.1, Stand B38
Hochgeschwindigkeits-3D-Druck mittels Extrusion
Essentium wird seine neueste 3D-Druckplattform, den Essentium High Speed Extrusion (HSE) 240 HT Dual Extruder 3D-Drucker vorstellen. Das jüngste Mitglied des Essentium HSE-Portfolios zeichnet sich durch ein neues Industriedesign auf kleiner Grundfläche und einen Dual-Extrusions-Druckkopf aus und wurde entwickelt, um die Leistung, Zuverlässigkeit und Effizienz der Produktion von Teilen zu maximieren. Halle 12.1, Stand D11
3D-Drucker für große, filigrane Kupferbauteile
AMCM, ein Start-Up von EOS, informiert über individuelle metallbasierte 3D-Druck-Lösungen für neue Anwendungen – basierend auf bewährter EOS-Laserschmelz-Technologie und -Prozessen. Ein Beispiel ist der 3D-Drucker AMCM M 4K für das Raumfahrtunternehmen Launcher. Er kann Brennkammern aus Kupfer mit einem optimierten Design der internen Kühlkanäle in einem Stück bis zu einer Höhe von 1000 Millimetern drucken. Halle 11.1/Stand C51
3D-Drucker für das Composite Extrusion Modeling
AIM3D führt den Granulatdrucker ExAM 510 ein. Der Multimaterialdrucker kann bis zu drei Werkstoffe parallel aufbauen. Sein Composite Extrusion Modeling (CEM-Verfahren) kombiniert den Metallspritzguss, den Keramikspritzguss und den eigentlichen Spritzguss mit dem FDM-Verfahren. Das erweiterte Baufeld von 510 x 510 x 400 mm³ erschließt eine Vielzahl von Anwendungen. Der Bauraum ist mit bis zu 200 Grad Celsius temperierbar, um die Spannungen im Bauteil zu reduzieren und Hochleistungswerkstoffe wie PEEK, PEI, PSU, PPS – mit und ohne Faserfüllung – zu verarbeiten. Die deutlich gesteigerte Baurate bzw. Aufbaugeschwindigkeit liegt bei bis zu 250 cm³/h (bei Verwendung einer 0,4 mm Düse). Diese Extruder-Klasse soll eine bis zu Faktor 10 höhere Austragsrate als marktgängige Filament-Extruder ermöglichen. Halle 12.1, Stand E81
Stand: 08.12.2025
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