Gebrauchtmaschinen-Konjunktur

DMG Gebrauchtmaschinen international bestens gerüstet

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Wie sieht es in den anderen osteuropäischen Ländern aus?

Trump: Nun, wir haben in den osteuropäischen Märkten in den letzten Jahren ein großes Volumen bewegt, wobei man jetzt sagen muss, dass die Geschäfte in diesem Jahr eher verhalten laufen. Schließlich haben einige Länder Osteuropas immer noch wirtschaftliche Schwierigkeiten. Aber im Großen und Ganzen sehen wir in Osteuropa ein extrem wichtiges Absatzpotenzial für Gebrauchtmaschinen.

Ist auch die Türkei interessant für die DMG Gebrauchtmaschinen GmbH?

Trump: Absolut! Gerade in den letzten Monaten haben wir gemerkt, welche enorme Wirtschafts- und Kaufkraft dort vorhanden ist. Aus dem Grunde ist die Türkei mit Sicherheit ein Markt, den wir im Auge behalten und in dem wir unsere Aktivitäten ausbauen werden.

Nun ist ja die DMG-Gruppe als Werkzeugmaschinenhersteller sehr aktiv in Asien. Namentlich in China wird vor Ort produziert. Wirkt sich das auch auf das Geschäft mit Gebrauchtmaschinen aus?

Trump: In China sind wir auch mit einer eigenen Vertriebsmannschaft vertreten, wobei uns natürlich die politische und wirtschaftliche Situation ein bisschen Schwierigkeiten bereitet. Denn der Zugang zum chinesischen Markt ist für einen Gebrauchtmaschinenhändler wegen der Einfuhrzölle nicht ganz einfach. Trotzdem ist China für uns ein extrem wichtiger Markt, auch um unser Neumaschinenbusiness dort zu unterstützen. Dieses ist in den letzten Jahren rasant gewachsen. Und so bleibt es nicht aus, dass der Ruf nach Maschinenrücknahmen immer lauter wird.

Andere Länder sind ja auch stark im Kommen, etwa Brasilien, das auf dem besten Wege ist, sich demnächst in die Riege der führenden Industrieländer einzureihen. Manche Händler setzen stark auf das Land am Zuckerhut. Wie sieht es bei DMG Gebrauchtmaschinen aus?

Trump: Mit Sicherheit ist Brasilien ein interessanter Markt. Allerdings ist es in Brasilien sehr schwierig, Gebrauchtmaschinen zu importieren. Es gibt dabei nach wie vor große Hürden zu überwinden. Daher ist Brasilien nicht dieser Markt, den wir gegenwärtig in den absoluten Fokus rücken. Nichtsdestotrotz sind wir mit einer Neumaschinenabteilung vor Ort und logischerweise kommen immer wieder Anfragen über Gebrauchtmaschinen aus Brasilien.

Die erfolgreiche Fußballweltmeisterschaft 2010 hat gezeigt: Mit Afrika ist zu rechnen. Tun Sie das auch?

Trump: Afrika wird mit Sicherheit sowohl für uns als auch für den gesamten Konzern ein Schlüsselmarkt in den nächsten Jahren sein. Das gilt vor allem für Ägypten und Nordafrika. Dort werden wir in den nächsten Monaten verstärkt Aktionen planen.

Die DMG-Gebrauchtmaschinen-Tage in Geretsried sind fast vorbei. Einige wenige Stunden laufen sie noch. Können Sie schon so etwas wie eine vorläufige Bilanz ziehen?

Trump: Ja, wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Wir haben einen enormen Zuspruch in den letzten Tagen gehabt. Natürlich strahlt die Veranstaltung vorwiegend in die Region aus. Die Kunden sehen die Gebrauchtmaschinentage nicht als Informationsveranstaltung, sondern kommen mit einer konkreten Kaufabsicht zu uns. Das haben wir vielfach in dieser Woche gemerkt. Deshalb fällt unser Resümee sehr positiv aus.

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