Nächstes Aus Das Magna-Werk in Dorfprozelten hat nur noch ein Jahr

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Das Werk des kanadisch-österreichischen Automobilzulieferers Magna im unterfränkischen Dorfprozelten soll Mitte 2027 geschlossen werden, wie aktuell zu erfahren ist ...

Das Magna-Werk Dorfprozelten wird in rund 12 Monaten doch geschlossen! Damit hat sich alles, was schon vor der letzten Fast-Katastrophe Erfreuliches ergeben hat, in Luft aufgelöst ...(Bild:  IG Metall)
Das Magna-Werk Dorfprozelten wird in rund 12 Monaten doch geschlossen! Damit hat sich alles, was schon vor der letzten Fast-Katastrophe Erfreuliches ergeben hat, in Luft aufgelöst ...
(Bild: IG Metall)

Von der geplanten Schließung des Magna-Werkes in Dorfprozelten sind demnach 216 Mitarbeiter betroffen, wie das Unternehmen Magna International GmbH aus Sailauf bei Aschaffenburg mitteilte. Die Gewerkschaft IG Metall sprach von einem erheblichen Schaden für das Vertrauen in die Verlässlichkeit der getroffenen Vereinbarungen. Magna begründete die Entscheidung mit einer anhaltend negativen Geschäfts- und Marktentwicklung. Trotz finanzieller Investitionen und umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen in den letzten Jahren konnte die Zukunftsfähigkeit wohl oder übel nicht aufrechterhalten werden. In dem Werk werden Außen- und Rückspiegel hergestellt. Schon 2023 war der Standort von einer Schließung bedroht, konnte aber zunächst gerettet werden. Unternehmen und IG Metall einigten sich damals auf ein Eckpunktepapier, wonach die Fortführung mit mindestens 250 Beschäftigten bis Ende 2028 sichergestellt werden sollte. Damals gab es dort noch etwa 450 Beschäftigte. Daraus wird wohl jetzt nichts.

Eine spiegelnde Zukuftstechnologie wird ad acta gelegt

Die IG Metall kritisiere natürlich die am Montag verkündete Managemententscheidung scharf. Entgegen den Zusagen von vor drei Jahren seien keine neuen Produkte am Standort platziert und auch nicht von anderen Standorten nach Dorfprozelten verlagert worden. Man habe mehrfach auf veränderte Marktbedingungen reagiert, Konzepte angepasst und konstruktive Vorschläge eingebracht. Umso enttäuschter und entsetzter ist man nun über diese Entscheidung. Magna hat vereinbarte Arbeit, Aufträge und Anlagen nicht geliefert. Nun habe das Management einfach entschieden, dass der Standort nicht mehr tragfähig sei. Unternehmertum sieht nach Ansicht der Gewerkschaft anders aus. Auch wurde entschieden, die für den Standort zentrale Zukunftstechnologie namens LC-Spiegelglas nicht weiterzuentwickeln und nicht zur Serienreife zu führen. Für die Entwicklung und Vermarktung der LC-Technologie wurden aber schon erhebliche Fördermittel des Freistaats Bayern eingesetzt. Doch der ernste Wille, das Produkt an den Markt zu bringen, habe sich nicht gezeigt.

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