Drum prüfe, wer sich ewig bindet ... Niedersachsen checkt Beteiligung an bedrohtem VW-Werk Osnabrück

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Das Land Niedersachsen prüft einem Bericht zufolge, ob man sich an dem vom Aus bedrohten Volkswagen-Werk in Osnabrück beteiligt, um es gegebenenfalls zu retten ...

Naht Rettung? Das VW-Werk in Osnabrück erlebt schwierige Zeiten, denn die Pkw-Produktion läuft bald aus. Es droht das Aus, wenn keine Alternativen zur weiteren Produktion aufgetan werden. Niedersachsen will aber Schließungen vermeiden und sich gegebenenfalls am Werk beteiligen ...(Bild:  Volkswagen)
Naht Rettung? Das VW-Werk in Osnabrück erlebt schwierige Zeiten, denn die Pkw-Produktion läuft bald aus. Es droht das Aus, wenn keine Alternativen zur weiteren Produktion aufgetan werden. Niedersachsen will aber Schließungen vermeiden und sich gegebenenfalls am Werk beteiligen ...
(Bild: Volkswagen)

Das Wirtschaftsmagazin Capital schreibt unter Berufung auf Beteiligte am Regierungssitz in Hannover, dass die rot-grüne Landesregierung grundsätzlich bereit ist, den Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion im VW-Werk Osnabrück mit einem Einstieg in die Fabrik zu stützen. Es werden auch weiterhin konstruktive Gespräche mit unterschiedlichen Partnern geführt, wie ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies auf Anfrage sagte. Das gemeinsame Ziel bleibe es jedenfalls, eine Werkschließungen durch Alternativen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit der Standorte nachhaltig stärkten, zu vermeiden. Das gelte insbesondere für den Standort Osnabrück. Zu einzelnen Details wollte man aber keine Stellung beziehen.

Niedersachsen wird nichts akzeptieren, was Schließungen verursacht

Lies, der bekanntlich auch im Volkswagen-Aufsichtsrat sitzt, hatte im Juni über das Werk in Osnabrück immerhin geäußert: „Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden.“ Und das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. In der Diskussion über eine Verschärfung der Sparpläne bei dem Autoriesen hatte die Landesregierung angekündigt, dass sie keiner Entwicklung zustimmen wird, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt, oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt. Zum Hintergrund: Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung noch Ende des Jahres fallen.

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