Gutes Halbjahr DMG Mori powert sich dynamisch aus der Krise

Redakteur: Peter Königsreuther

Die DMG Mori Aktiengesellschaft verzeichnete im 1. Halbjahr 2021 einen hochdynamischen Geschäftsverlauf, wie heute bekannt gegeben wurde. Alle Kennzahlen legten deutlich zu.

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DMG Mori ist aus der Krise! Satte Zuwachsraten im ersten Halbjahr 2021 bestätigen das voll und ganz, wie eine aktuelle Pressemitteilung des Vorstands belegt. Es läuft so gut, dass man die Erwartungen für die kommenden Monate sogar etwas höher schrauben kann.
DMG Mori ist aus der Krise! Satte Zuwachsraten im ersten Halbjahr 2021 bestätigen das voll und ganz, wie eine aktuelle Pressemitteilung des Vorstands belegt. Es läuft so gut, dass man die Erwartungen für die kommenden Monate sogar etwas höher schrauben kann.
(Bild: DMG Mori)

DMG-Mori-Vorstandsvorsitzender Christian Thönes stellte bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen fest, dass der aktuelle Geschäftsverlauf die Leistung aus dem letzten Jahr widerspiegelt. Man sei demnach gut aus der Krise gekommen und setze außer neuen Produktionswerken in China und Ägypten, mit PAYZR, ein neues digitales Subscription-Geschäftsmodell um. Nun zu den konkreten Zahlen: Der Auftragseingang stieg nach Aussage des DMG-Mori-Vorstands um 59 Prozent, auf 1.248,7 Millionen Euro (im Vorjahr waren es nur 784,0 Millionen). Der Umsatz erhöhte sich auf 933,5 Millionen, was ein Plus von 11 Prozent bedeutet (im Vorjahr waren es 838,0 Millionen). Das EBIT stieg laut Vorstand auf 42,2 Millionen Euro (27 Prozent mehr, als im Vorjahr, mit seinen 33,2 Millionen). Die EBIT-Marge erreichte 4,5 Prozent (0,5 mehr als letztes Jahr). Insbesondere der Free Cashflow entwickelte sich erfreulich, heißt es weiter, denn er stieg in den letzten 6 Monaten auf den Rekordwert von 113,2 Millionen Euro ( plus 242 Prozent zum Vorjahr). Für den Rest des Jahres 2021 ist das Unternehmen weiterhin zuversichtlich und hebt die Prognose nochmals an.

Das liest sich, wie folgt: Für das Gesamtjahr plant man jetzt mit einem Auftragseingang von rund 2,25 Milliarden Euro (zuvor etwa 2,0). Der Umsatz soll nun rund 1,95, statt 1,8 Milliarden Euro werden. Beim EBIT gehe man derzeit von rund 100 Millionen Euro aus (zuvor 60 Millionen Euro). Der Free Cashflow kann sich nach Einschätzung der Experten von rund 70 Millionen Euro auf 140 verdoppeln.

Nachfrage und Auftragseingang klettern nach oben

Die weltweite Nachfrage nach Werkzeugmaschinen nahm im zweiten Quartal in nahezu allen Branchen weiter zu. DMG Mori verzeichnete dabei einen Anstieg von 92 Prozent. Insbesondere das Neumaschinengeschäft nahm mit einem Plus von 105 Prozent signifikant zugelegt. Insgesamt stieg das Bestellvolumen auf 658,9 Millionen Euro. Sie lagen im Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sogar um 11 Prozent über dem hohen Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 (595,1 Millionen Euro).

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei DMG Mori

Im Geschäftsjahr 2021 präsentiert man gemeinsam mit der DMG Mori Company ltd. 46 Innovationen, heißt es dazu. Davon gelten 11 als Weltpremieren, 5 gehören zu den Automationssystemen, 23 digitale Innovationen wird es geben sowie 7 neue DMG-Mori-Components.

Und mit de bereits weiter oben erwähntem PAYZR für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service setze das Unternehmen ein neues, digitales Subscription-Geschäftsmodell um, das dem Anwender schnelle, risikofreie Innovationszyklen bei maximaler Flexibilität, Kosten- und Preistransparenz und damit höchster Planungssicherheit biete. Abo-&-All-In, statt Investition und Kauf, also. Mit PAYZR – PAY with Zero Risk – wird DMG Mori sozusagen zum „Netflix for Manufacturing“. Und der digitale Point-of-Sale für alle PAYZR-Angebote ist der neue „DMG-Mori-Store powered by ADAMOS“.

Neben Automatisierung und Digitalisierung steht Nachhaltigkeit weiterhin im Fokus. Bereits seit Mai 2020 hat DMG MORI einen CO2-neutralen „Company Carbon Footprint“. Seit Januar 2021 hat DMG MORI als eines der ersten Industrieunternehmen auch einen klimaneutralen „Product Carbon Footprint“. Somit sind alle weltweit ausgelieferten Maschinen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis zur Auslieferung – komplett klimaneutral.

DMG Mori schaut relativ zuversichtlich nach vorne

Die Gesamtwirtschaft und der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen sind bekanntlich wieder auf Erholungskurs. Laut April-Prognose des VDW und britischen Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics soll der Weltverbrauch 2021 um 15,2 Prozent, auf 66,6 Milliarden Euro, steigen. Aber, ist sich DMG Mori sicher, wird 2021 weiterhin ein eher anspruchsvolles Jahr bleiben. Steigende Rohstoffpreise und Transportkosten sowie eine erschwerte Materialversorgung innerhalb der Lieferkette beeinträchtigen die Marktbelebung, trotz des generellen Optimismus.

DMG Mori erwarte aber eine anhaltende Belebung der Nachfrage – vorausgesetzt, es kommt weiterhin zu keinen wesentlichen Auswirkungen durch Corona-Mutationen.

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