Vertikaldrehmaschinen Drehzentren erhöhen Produktivität der Hersteller von Lkw-Teilen
Wirtschaftsexperten prognostizieren mittelfristig eine um über 65 % steigende Nachfrage nach Nutzfahrzeugen aufgrund der dynamischen Entwicklung in den Schwellenländern. Die Firma Laso sieht das als Chance und will mit verschiedenen Drehzentren von Emag, einen hohen Automatisierungsgrad in der eigenen Produktion erreichen.
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Die Nachfrage nach schweren Lkw nimmt in den nächsten Jahren massiv zu – und das weltweit. So schätzen beispielsweise die Unternehmensberater von McKinsey, dass der Markt von derzeit 125 Mrd. Euro Umsatz auf 190 Mrd. Euro bis 2020 anwachsen wird. Gerade in boomenden Schwellenländern wie in China und in Indien werden in Zukunft immer mehr Nutzfahrzeuge für den Aufbau der Infrastruktur benötigt und wenn die Straßen gebaut sind, braucht es folglich Vehikel für den Personen- und Gütertransport, die die Verkehrswege befahren.
Automatisierung als Chance für kleinere Zulieferer
Diese globale Dynamik kann auch für kleinere Unternehmen neue Marktchancen eröffnen, wie das Beispiel Laso zeigt: Seit mehr als 40 Jahren produzieren die Spezialisten in Olpe Ersatzteile für Lkw und Busse. Vor allem anspruchsvolle Motorenaggregate wie Öl- und Wasserpumpen, Ventilsitze und Einspritzteile samt Steuerungselementen stehen dabei im Mittelpunkt des Produktionsgeschehens. Insgesamt befinden sich dadurch bis zu 5000 verschiedene Artikel in den Lagerregalen.
Um die vielen und dabei sehr unterschiedlichen Bauteile nun effizient herstellen zu können, setzen die Laso-Spezialisten gezielt auf automatisierte Bearbeitungskonzepte. So kommen bei der Zerspanung von Graugussteilen aktuell insgesamt drei vertikale Drehmaschinen der Typen VL 5 und VL 7 von Emag zum Einsatz. Diese Anlagen sind in der Lage auch kleinste Losgrößen mit hoher Qualität zu fertigen.
Lkw-Teile aller Marken in hoher Qualität gefordert
Flexibilität ist im Automobilbau ein häufig strapaziertes Wort. Bei Laso hat es allerdings ein besonderes Gewicht, denn die Produktion von Lkw-Ersatzteilen ist ein außergewöhnlich weites Feld für ein kleineres mittelständisches Unternehmen mit rund 70 Mitarbeitern. Die Spezialisten stellen nicht nur ganz unterschiedliche Motorenkomponenten her, denn zusätzlich finden sich im Katalog des Unternehmens auch Bauteile für alle großen Lkw-Marken.
Gleichzeitig ist gerade bei dem Thema Ersatzteile die Bauteilqualität besonders wichtig, wie Betriebsleiter Werner Steuber hervorhebt: „Unsere Kunden müssen sicher sein, dass ein verbautes Lkw-Ersatzteil exakt die gleiche Leistung und Stabilität aufweist wie das defekte Original.“ Das garantiere Laso für ganz unterschiedliche Komponenten. Fehler oder Ungenauigkeiten in der Produktion könnte sich das kleine Unternehmen deshalb kaum leisten.
Umsetz- und Wendeeinheit verkettet zwei Drehzentren
Dass diese Anforderungen mit passenden Methoden in der Produktion umgesetzt werden, demonstriert die spanende Nachbearbeitung von komplexen Graugussteilen. So kommen etwa bei der Herstellung von kleineren Flügelrädern oder Wasserpumpen zwei VL 5-Drehzentren von Emag zum Einsatz, die mithilfe einer Umsetz- und Wendeeinheit verkettet sind. Schon die einfachen Produktionsdaten verdeutlichen die hohen Anforderungen an die beiden Maschinen: Mit ihnen werden rund 25 verschiedene Bauteile bearbeitet. Die Losgrößen schwanken zwischen 200 und 3000 Teilen. Dabei ist die Emag-typische Konstruktion der Maschinen die entscheidende Basis für eine Gesamtprozessverkettung, die bei Laso besonders effektiv abgearbeitet werden kann.
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