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Gebrauchtmaschinen

Drum prüfe, wer sich an eine gebrauchte Maschine bindet

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Diese Vorgehensweise ist nicht unüblich in der Branche. Auch bei dem Händler Hans-Jürgen Geiger wird viel Wert auf die Überprüfung der Maschine gelegt. Hier wird der Kunde beim Kauf einer Gebrauchtmaschine aufgefordert, sich vor Ort einen Eindruck der Maschine zu verschaffen und diese im Testlauf zu überprüfen. „95 % unserer Kunden kommen zu uns und prüfen die Maschine vor dem Kauf. Damit stellen wir sicher, dass der Kunde weiß, was er kauft. Zudem sind einzelne Vereinbarungen wie ein Rückgaberecht oder eine Ersatzteilgarantie möglich“, erläutert Richter das Konzept. Vor einem unbesichtigtem Kauf einer Maschine, wie es im Internet teilweise der Fall ist, warnt der Händler.

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Tipps und Tricks der Experten zum Kauf einer Gebrauchtmaschine

Worauf Sie beim Kauf achten sollten:

„Der Kunde sollte Maschinen von direkten Anbietern kaufen. In Zeiten des Internets gibt es viele Maschinenangebote, die nicht im Besitz der Anbieter sind. Außerdem sollte man beim Kauf auf das Gesamtpaket schauen, also wie beispielsweise auch die Finanzierungskonditionen für die Lieferung der Maschine aussehen“, gibt Thomas Trump, DMG Mori Used Machines, zu bedenken.

Michael Richter von Hans-Jürgen Geiger Maschinen-Vertrieb warnt vor dem Kauf einer gebrauchten Maschine ohne vorherige Besichtigung. „Eine Vor-Ort-Ansicht der Maschine und eine technische Überprüfung sind sehr wichtig. Dann weiß der Kunde genau, worauf er sich einlässt.“

Viele Transaktionen werden ins Internet verlegt

Doch gerade diesen Weg nutzen immer mehr Interessenten als Alternative zum klassischen Weg des Maschinenkaufs, bei dem man zum Händler oder Hersteller fährt und sich die Maschine ansieht. „Das Internet schafft eine breite Akzeptanz und fördert die Nachfrage nach gebrauchten Maschinen“, erzählt Clemens Fritzen, Vorstand von Netbid Industrie Auktionen. Netbid hat sich daher bereits 1999 von einem Live-Auktionshaus zu einem Internet-Transaktionär gewandelt, die Maschinen werden dann am Standort des jeweiligen Anbieters verkauft. Der Käufer kann sich so vor Ort einen Eindruck von der Maschine verschaffen, , es besteht für ihn aber das Risiko der Funktionalität. Das heißt, der Käufer muss sich um die Demontage der Anlage kümmern, eine Gewährleistung der Maschine ist ebenfalls ausgeschlossen. Im Gegenzug fallen Dienstleistungen weg und der Preis für eine Secondhandmaschine setzt sich anders zusammen als beim Kauf vom Händler und ist dementsprechend günstiger. Der Versteigerer empfiehlt dieses Konzept jedoch nur Kunden, die Erfahrung mit dem Kauf von Gebrauchtmaschinen haben.

Große Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen

Die Nachfrage nach Maschinen aus zweiter Hand ist da, aber die Beschaffung stellt derzeit ein Problem im Markt dar. Das bestätigt auch Fritzen: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Hochphase, einer großen Nachfrage nach Modernisierung und einer geringen Insolvenzquote in Deutschland gibt es ein sehr eingeschränktes Angebot auf dem Gebrauchtmaschinenmarkt.“ Gerade in den Bereichen Metallverarbeitung, Werkzeugbau und besonders der Kunststoffverarbeitung suchen Firmen nach Maschinen aus zweiter Hand. Da das Angebot aber stark abhängig von der wirtschaftlichen Konjunktur ist, sollten Interessierte immer das globale Angebot im Blick haben, rät Fritzen.

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