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Gebrauchtmaschinen Drum prüfe, wer sich an eine gebrauchte Maschine bindet

| Redakteur: Nora Nuissl

Nicht immer ist das Geld für neue Maschinen da. Oft aber müssen Produktionskapazitäten kurzfristig erweitert werden. Dafür bietet sich der Kauf einer Gebrauchtmaschine an. Worauf Käufer achten sollten, wie der Markt derzeit aussieht, wie es mit Internetkäufen in der Branche aussieht und welche Trends es gibt, lesen Sie hier.

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Die Usetec galt 2014 als Leitmesse für gebrauchte Maschinen, im Jahr 2015 wird die Messe vom 13. bis 15. April in Karlsruhe zum 21. Mal stattfinden.
Die Usetec galt 2014 als Leitmesse für gebrauchte Maschinen, im Jahr 2015 wird die Messe vom 13. bis 15. April in Karlsruhe zum 21. Mal stattfinden.
(Bild: Andreas Drollinger)

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Zunächst fährt der Fräser die vom Computerprogramm berechneten Stellen ab und formt das Werkstück. Beim letzten Schritt rutscht das Zerspanungswerkzeug ab und rammt in das Werkstück. Die Schubkräfte auf das Werkstück erhöhen sich dadurch unkontrolliert, der Fräser bricht ab und der Druck auf die Spindelachse beschädigt auch die Spindel. Die Folge: ein Maschinenschaden, der mehrere tausend Euro kosten kann oder im schlimmsten Fall sogar einen Ausfall der Maschine bedeutet. Dieses Problem ist kein Einzelfall, sondern tritt vermehrt bei älteren Werkzeugmaschinen ohne Kollisions- oder Prozessüberwachungsprogramme auf.

Schaden ist schnell angerichtet – was tun, ist dann die Frage

Doch nicht nur im Schadensfall einer älteren Maschine, auch bei einer Erweiterung der Produktionskapazitäten, fragt sich mancher Chef: Wo kommt auf die Schnelle möglichst preiswert eine zusätzliche Maschine her?

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Eine Antwort darauf sind gebrauchte Maschinen. „Noch vor zehn bis fünfzehn Jahren wurden Gebrauchtmaschinen gekauft, weil neuwertige zu teuer waren. Heute werden die Gebrauchten gerne zum Einstieg verwendet oder, um Kapazitätsengpässe in der Produktion zu beheben“, sagt Thomas Trump, Geschäftsführer von DMG Mori Used Machines. Die Gründe für den Kauf von Secondhandanlagen liegen auf der Hand: Im Gegensatz zu Neumaschinen sind gebrauchte Maschinen meist sehr schnell lieferbar und zudem preisgünstiger. „Da Gebrauchtmaschinen, je nach Modell, vorangegangenem Nutzungsgrad und Alter um rund 30 bis 60 % günstiger als Neumaschinen verkauft werden, sind sie für schmale Investitionsbudgets eine willkommene Hilfe und können meist ebenfalls für lange Zeit eingesetzt werden“, erklärt Kurt Radermacher, Geschäftsführer des Fachverbands des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels (FDM).

Verbände bieten ein Netzwerk an Gebrauchtmaschinenhändlern

Da der Handel mit Gebrauchtmaschinen ein weltweites Thema ist, gibt es auch Verbände wie den FDM mit seiner Fachgruppe für Gebrauchtmaschinen oder den Europäischen Verband der Werkzeugmaschinenhändler (EAMTM), die ein Netzwerk an Gebrauchtmaschinenhändlern bieten. Der FDM ist zudem als Ansprechpartner für Themen wie rechtliche Aspekte rund um den Gebrauchtmaschinenhandel tätig.

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