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Lackieren Dürr verstärkt sich im Digitalen

| Autor: Stéphane Itasse

Der Lackieranlagenhersteller Dürr hat die Mehrheit an Techno-Step übernommen und erweitert damit sein Angebot an digitalen Produkten.

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Mit der mehrheitlichen Überrnahme von Techno-Step verstärkt Dürr sein Softwareangebot für den Lackierprozess.
Mit der mehrheitlichen Überrnahme von Techno-Step verstärkt Dürr sein Softwareangebot für den Lackierprozess.
(Bild: Dürr)

Die mit Wirkung zum 9. März 2020 übernommene Techno-Step in Böblingen ist auf die Entwicklung und Inbetriebnahme von Systemen zur Prozessdatenanalyse und -diagnose spezialisiert. Techno-Step GmbH wurde 2003 von Markus Schultheiß gegründet, der Geschäftsführer bleibt. Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 3,5 Mio. Euro. Dürr selbst kam 2019 auf 3,92 Mrd. Euro Umsatz.

Auch ältere Lackieranlagen lassen sich digitalisieren

Techno-Step GmbH wurde 2003 von Markus Schultheiß gegründet, der Geschäftsführer bleibt. Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 3,5 Mio. Euro. Dürr selbst kam 2019 auf 3,92 Mrd. Euro Umsatz. Zur genauen Höhe des Mehrheitsanteils und zum Kaufpreise machte Dürr auf Anfrage von MM Maschinenmarkt bisher keine Angaben.

Mit der Übernahme setzt der Anlagenbauer aus Bietigheim-Bissingen seine Strategie fort, auf Datenanalyse basierende Software zu entwickeln. Kunden können damit die Verfügbarkeit ihrer Anlagen, die Qualität ihrer Produktionsprozesse und die Leistung ihrer Ausrüstungverbessern und so die Gesamtanlageneffektivität (OEE) erhöhen.

Die Produkte von Techno-Step kommen weltweit in Lackieranlagen deutscher Automobilhersteller zum Einsatz. Durch die Hard- und Software des Unternehmens lassen sich zusammen mit den DXQ-Softwareprodukten von Dürr nun auch Bestands- und Fremdanlagen vernetzen.

Digitalisierung erhöht Qualität beim Lackieren deutlich

Der Vorteil: Dadurch werden zum Beispiel Roboter älterer Generationen befähigt, Daten auszutauschen, sodass die Prozesse analysiert werden können. Die Techno-Step-Software wird zudem unter anderem durch Simulationen sowie Anlagen- und Prozessüberwachungen von Dürr ergänzt, die mithilfe von Machine Learning eine Früherkennung von Qualitätsmängeln oder Ausfällen ermöglichen.

Mit der Analyse von Produktionsdaten in einer Lackiererei ermöglicht Dürr nach eigenen Angaben den Anlagenbetreibern eine Qualitätssteigerung. Die Software DXQ-Analyze kombiniert dabei maschinelles Lernen mit dem Wissen über den Lackierprozess. Sie spürt Fehler in der Lackierqualität auf und ermittelt die Fehlerquellen. Wenn jetzt durch die Techno-Step-Software auch ältere Anlagenteile oder das Equipment anderer Anlagenbauer in die Auswertung einbezogen werden können, erhöht sich das Potenzial, weitere Prozessschritte zu digitalisieren.

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 Stéphane Itasse

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, MM MaschinenMarkt